Neuigkeit kommt unverhofft / Stadtrat verschiebt Spielplatz-Thematik

Neustädter Tor in Tangermünde wird begehbar

Im kommenden Jahr soll das Neustädter Tor für Touristen zugänglich gemacht werden.
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Im kommenden Jahr soll das Neustädter Tor für Touristen zugänglich gemacht werden.

Tangermünde – Nur wenige Vorlagen hatte der Tangermünder Stadtrat am Mittwochabend zu bearbeiten, einige mit Unbehagen.

Die schwierigste Entscheidung wäre die über den Standort eines neuen Spielplatzes gewesen, aber diese wurde zurückgestellt, weil Ausweichvarianten und ein eventueller Landaufkauf noch nicht abschließend geprüft werden konnten. Gänzlich neu war an diesem Abend die Information, dass es Fördermittel zur Schaffung der Begehbarkeit des Neustädter Tores durch Touristen gibt. Das Projekt wird im kommenden Jahr in Angriff genommen.

Einstimmig beschlossen wurde die neue Straßenreinigungsgebühren-Satzung, zu der ein Anlieger der Lindenstraße in der Einwohnerfragestunde aber noch viele Fragen hatte, die nicht alle zu seiner Zufriedenheit beantwortet werden konnten. Dabei hatte Hauptamtsleiter Steffen Schilm versucht, die Notwendigkeit dazu vor der Beschlussfassung nochmals zu erläutern.

Mit einer Enthaltung wurde die Stellungnahme des Bürgermeisters zum Bericht „Ergebnis der überörtlichen Prüfung der Stadt“ beschlossen. Kämmerin Dana Hinz hatte zuvor die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst. Acht Hinweise des Rechnungsprüfungsamtes, das maximal alle fünf Jahre prüft, enthält der Bericht der Kommission. Sie beziehen sich unter anderem auf Verträge der WOBAU, auf Aufwandsentschädigungen für Abgeordnete und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, oder den zu hohen Stromverbrauch bei Straßenlampen. Bürgermeister Jürgen Pyrdok (parteilos) sprach abschließend von einer positiven Gesamteinschätzung. Gleiches trifft auch auf den „Beteiligungsbericht“ für das Wirtschaftsjahr 2018 zu, der laut Kommunalverfassungsgesetz jährlich zu halten ist. Hinz erläuterte, dass es ich dabei unter anderem um Beteiligungen der Stadt bei den Stadtwerken oder dem Wasserverband handelt, die keine Verbindlichkeiten hinterlassen haben.

Bestandteil der letzten Sitzung des Stadtrates vor der Sommerpause waren auch Personalentscheidungen. Der Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur und Sport wird ab September von Denis Kreuzadler (Die Linke) geleitet, der zuvor Mitglied im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Tourismus saß. Seinen Posten dort nimmt im Austausch Partei-Freundin Christine Paschke ein.

Den Abschluss der Beratung bildete der Bericht des Bürgermeisters über wichtige Angelegenheiten und die Ausführung gefasster Beschlüsse. Dieser betraf die Anzahl von zwei Personen in Tangermünde, die noch in Corona-Quarantäne sind, den Trainingsbetrieb der Sportvereine unter Auflagen und laufende Baumaßnahen in der Kaiserstadt. Zu letzterem gehören die Straßenbaumaßnahmen in der Karl-Liebknecht-Straße, die im Zeitplan liegen (AZ berichtete), sowie die Abnahme der Theodor-Fontane-Straße nach der bereits erfolgten Fertigstellung. Im Zeitplan liegen auch die Bauarbeiten in der Stendaler Straße und am neuen Hortgebäude. Das Wechseln von falschfarbigen Steinen an der Friedhofsrampe soll nach der Urlaubszeit erfolgen. Erste Baumaßnahmen wird es noch in diesem Jahr am Rathaus und Burgmuseum geben (AZ berichtete). Die ausführlichen Sanierungsarbeiten erfolgen aber erst im Frühjahr. Mit einem weiteren Stück Stadtmauersanierung wurde bereits am Hafen begonnen.

Die Möglichkeit, Anregungen oder Anfragen an die Stadtverwaltung zu stellen, nutzten einige Abgeordnete. Hildegard Wynands (CDU) dankte für die Aufstellung von vier Blumenkübeln auf der Hafenpromenade, wünschte sich aber noch weitere. Thomas Staudt (CDU) bemängelte den fehlenden Strauchschnitt vor der Stadtmauer, vor allem am Fährdamm. Beiden Anregungen soll in Kürze nachgekommen werden. VON GÜNTHER KRACH

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