Tangermünder Wassersportverein freut sich über neuen Hauptsteg im Hafen / Material ist winterfest

Neuer Steg nach über 40 Jahren

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Ein Radlader lädt das erste Stegteil ab: Der Tangermünder Wassersportverein bekommt einen neuen Hauptsteg aus Aluminium und Kunststoff. Dieser kann auch im Winter in Wasser bleiben und erspart so den Vereinsmitgliedern viel Arbeit.

Tangermünde. Mehr als 60 Jahre existiert der Tangermünder Wassersportverein. Daher ist auch ein großer Teil des Inventars und der Technik aus dieser Zeit. Vieles war also verschlissen oder durch Hochwasser zerstört.

Besonders schlimm war es nach dem Hochwasser im Jahr 2013, als das Wasser 1,50 Meter hoch im Bootshaus stand. Da war eine Sanierung notwendig, die die Stadtverwaltung zahlte, um den Verein am Leben zu erhalten.

Immer, wenn es die finanziellen Möglichkeiten des Vereins erlaubten, wurde neue Technik und Inventar über die Jahre angeschafft. Für einen neuen Haupt-Schwimmsteg, der bereits mehr als 40 Jahre alt ist, hat das Geld aber nie gereicht. Nun ist es mithilfe der Stadtverwaltung, des Landes- und Kreissportbundes sowie mit angesparten Eigenmittel gelungen, einen neuen Steg zu finanzieren.

Schon am frühen Montagmorgen standen zwei große Lkw vor dem Tor des Tangermünder Wassersportvereins. Sie hatten einen großen Teil des neuen Schwimmsteges für den Verein geladen. Der neue Steg aus Aluminium und Kunststoff ersetzt den alten, maroden Steg aus Metall mit Holzbelag. Mit geliehener Technik einer Tangermünder Spezial-Tiefbaufirma konnten die Stegteile, die bis zu 800 Kilogramm wiegen, abgeladen werden. Im Frühjahr kommen sie dann an ihren Platz im Hafenwasser. Genau dort, wo auch noch der alte Steg liegt. Dieser ist teilweise schon demontiert, die großen Stegteile bekommen die Hobbykapitäne zur Zeit aber nicht aus dem Wasser, weil es zu flach für den Slipwagen ist.

Lange hatte der Vereinsvorstand um den neuen Steg gekämpft, nicht nur weil dieser pflegeleichter ist, sondern auch, weil er auch im Winter im Wasser bleiben kann. Das erspart den Vereinsmitgliedern in Zukunft viel Arbeit. Alle Beteiligten freuen sich schon auf die neue Saison. Sorgen machen sich die Wassersportler aber trotzdem, denn der neue Steg ist nur nutzbar, wenn genug Wasser in Hafen und in der Elbe fließt. Der verschlammte hintere Hafenteil ist dabei das größte bekannte Problem, woran laut Aussage der Verantwortlichen aber gearbeitet wird.

Von Günther Krach

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