Stiftung ProAlter arbeitet mit Bucher Bürgern zusammen

Nachbarn helfen Senioren

Mobilität im Alter ist wichtig. Die Nachbarschaftshilfe soll älteren Menschen beim Organisieren des Alltags helfen. Foto: archiv/ta

Buch. „Es wird zum Problem, wenn es keine intakten Familien mehrerer Generationen in den einzelnen Ortschaften gibt“, gibt Günter Rettig, Ortsbürgermeister von Buch zu bedenken.

Deshalb lud er am Dienstagnachmittag Vertreter der örtlichen Vereine, Ortschaftsratsmitglieder und den Wehrleiter Marko Mälitz in die Räume der Freiwilligen Feuerwehr ein, um zu informieren und nach Lösungen für auftretende Probleme der Senioren zu suchen. Auch Marion Mohr, Projektbeauftragte der Stiftung ProAlter, kam nach Buch und informierte über die verschiedenen Möglichkeiten der Nachbarschaftshilfe, wie den Senioren in der ländlichen Gegend geholfen werden kann. Wege zum Arzt, Einkauf oder zur Post wollen gut organisiert sein.

Die Bucher sind damit die ersten im Tangermünder Raum, die sich konkret mit dem demografischen Wandel auseinandersetzen, berichtet Rettig auf Nachfrage der AZ. Der Ortsbürgermeister selbst hatte eine Analyse der Altersstruktur der Anwohner des Dorfes aufbereitet. „Es ist schon erschreckend, dass bereits im Jahr 2009 jeder fünfte Einwohner von Buch 65 und älter ist“, deshalb ist er sich der Wichtigkeit dieser Thematik bewusst und auch gestern herrschte Einigkeit unter den anwesenden Buchern.

Die Stiftung ProAlter will Selbstbestimmung und Lebensqualität für ältere Menschen erhöhen. Das Ziel ist klar definiert: Ein Netzwerk zwischen älteren Helfenden und hilfsbedürftigen Älteren schaffen. Eine verlässliche Basis muss vorhanden sein. So sprach Mohr sich dafür aus, dass die Betroffenen einfach wissen müssten, an wen sie sich wenden können. Und das ohne Scham, weil das selbstständige Handeln eingeschränkt ist. Die Nachbarschaftshilfe soll innerhalb eines Ortes organisiert werden. „So können sich zum Beispiel drei Freiwillige zum Schneeschieben melden. Diese wechseln sich dann wöchentlich ab, aber die Senioren wissen, wen sie rufen können“, erklärt Rettig das Geplante, das nur noch umgesetzt werden muss. Mohr will demnächst auch im Tangermünder Stadtrat vorsprechen.

Von Berit Wagner

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