Alt-Bürgermeister beendet Mitgliedschaft in der CDU / Ehrenbürgerschaft abgewiesen

Nach 28 Jahren tritt Opitz aus

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Alt-Bürgermeister Dr. Rudolf Opitz beendet nach 28 Jahren seine Mitgliedschaft in der CDU, nachdem ihm die Ehrenbürgerschaft versagt blieb.

Tangermünde. 28 Jahre hielt er der Partei der Christdemokraten die Treue – aber nun ist es plötzlich vorbei. Alt-Bürgermeister Dr. Rudolf Opitz schmeißt das Handtuch und beendet seine Mitgliedschaft in der CDU.

Dies gab das ehemalige Stadtoberhaupt öffentlich in einem Schreiben bekannt.

Ein überraschender Schritt, auch für die nun Ex-Parteikollegen, den Opitz scheinbar für notwendig erachtet hat. „Grund für den Austritt aus der Partei sind Zerwürfnisse mit ehemaligen Parteifreunden des Ortsverbands“, teilt der Alt-Bürgermeister mit.

Uneinigkeiten hätte es bereits vor Jahren gegeben. Der Tropfen, welcher das Fass wohl zum Überlaufen brachte, hat sich erst kürzlich auf den Weg gemacht. Im nicht-öffentlichen Teil der Stadtratsitzung vom 27. Juni soll über eine Ehrenbürgerschaft für Opitz abgestimmt worden sein, informiert das Ex-CDU-Urgestein in seinem Austrittsschreiben. Eine Stimmenmehrheit für die Ehrung sei an dem Abend aber nicht zustande gekommen. „Per Stimmenthaltung abgeschmettert“, sagt Opitz.

CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Staudt hält sich zu den Vorwürfen bedeckt und mahnt, dass es sich hier um Informationen aus dem nicht-öffentlichen Teil handele. Normalerweise würden diese erst beim nächsten Zusammentreffen des Rates öffentlich bekannt gemacht werden. Persönlich bedauere er den Parteiaustritt durch Opitz.

Erst am Montag kam die CDU zu einer Fraktionssitzung zusammen, um zu besprechen wie mit dem Austritt umgegangen werden solle. Dem Alt-Bürgermeister wurde geantwortet und ein Gespräch angeboten, informiert Staudt auf AZ-Anfrage.

Welches Ratsmitglied sich über die Pflicht zur Verschwiegenheit hinweggesetzt hat, bleibe offen und werde sich voraussichtlich nicht aufklären lassen, glaubt Bürgermeister Jürgen Pyrdok. Eine Anzeige gegen Unbekannt möchte das Staddtoberhaupt nicht stellen, sagte er der AZ.

Von Laura Kühn

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