Überraschende Wende für Hafencity: Kongresszentrum und Hotel gestrichen

„Müssen jetzt umplanen“

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Der Bau der sieben Miet- und 22 Eigentumswohnungen soll dieses Jahr beginnen. Aber das Kongresszentrum im kleinen Speicher und das Hotel im großen Speicher sind gestrichen.

Tangermünde. „Es hat einfach zu lange gedauert. “ Investor Christoph Schubert streicht das Kongresszentrum und das Hotel aus seinen Plänen für die Hafencity in Tangermünde.

Es ist ein herber Rückschlag, denn die Idee für das Bauprojekt mit Eigentums- und Mietwohnungen nebst einem Hotel mit Kongresszentrum fand viel Zuspruch im Stadtrat. Das Hotel hätte nicht nur den Tourismus gefördert, sondern auch zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen. Allerdings steht seit über einem Jahr nun eine Entscheidung dazu aus, wer die geplante Tiefgarage betreiben wird. Weder die Stadt noch der Investor selbst wollen diese kostenintensive Aufgabe übernehmen. Ein endgültiges Votum dazu sollte im April vom Tangermünder Stadtrat getroffen werden (AZ berichtete).

Doch jetzt kommt alles ganz anders. Investor Schubert hat die Reißleine gezogen. Und Tangermündes Bürgermeister Jürgen Pyrdok darüber informiert, dass er von einer Umsetzung des Kongresszentrums und Hotels Abstand nehmen werde. Grund: Die terminliche Abstimmung mit der Stadt gehe ihm nicht schnell genug voran.

„Wir müssen jetzt die Baugenehmigungen ändern lassen“, erklärt Schubert im AZ-Gespräch. Aller Voraussicht nach soll noch im Herbst mit den Bauarbeiten für die Wohnkomplexe begonnen werden. Was aus dem Backstein-Speicher wird, in dem das Kongresszentrum geplant war, sei noch nicht entschieden. Schubert: „Es gibt Ideen, aber noch nichts Konkretes. Wir müssen jetzt umplanen.“

Von Laura Kühn

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