Bürgermeister gibt neuer Sportstätte seinen Segen / Neubau des Waldschlösschens feierlich übergeben

„Möge es ein Stück Geborgenheit bieten“

Die Gäste durften mit einem Glas Sekt auf die neue Sportstätte anstoßen und diese anschließend besichtigen.

Tangermünde. „Wenn alle an einem Strang ziehen, kann man vieles erreichen“, sagt Tangermündes Bürgermeister Jürgen Pyrdok zu allen eingeladenen Gästen, welche diesem Tag voller Spannung entgegengeblickt hatten.

Nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit erfolgte am Freitag die symbolische Übergabe des Waldschlösschens von Architekt Jörg Jensen an die Stadt Tangermünde.

Die Anwesenheit der Stadträte, Anwohner, Sportlerkinder und Baubeteiligten nutzte Pyrdok um einmal in die Geschichte der Sportstätte zurückzublicken. „Es ist noch gar nicht lange her, da stand hier das alte Waldschlösschen“, erinnert er sich und alle Anwesenden an das über 100 Jahre alte nun abgerissene Gebäude. „Das Bauwerk erlebte eine bewegte und bewegende Geschichte“, beschreibt das Oberhaupt der Kaiserstadt in seiner Rede, geht auf die Zeit der Sportstätte als Ausflugsziel, Tanzlokal, Wohnraum, Flüchtlingsunterkunft und auch als Turnhalle ein. Doch der Zahn der Zeit hätte seine Spuren hinterlassen. Bereits im Jahr 2007 seien Teile des Waldschlösschens baupolizeilich gesperrt worden. Trotz Notsicherung stellte sich bald heraus, dass das geschichtsträchtige Gebäude so nicht mehr zu halten wäre.

„Irgendwie erinnert die Geschichte von heute an die Zeit von 1902“, berichtet Pyrdok weiter. Damals wurde das Waldschlösschen erstmals errichtet. „Erst durch die finanzielle Sicherstellung des Vorhabens durch die Familie Meyer konnte der Bau umgesetzt werden“. Rund, 2,6 Millionen Euro musste die Stadt nun für den Neubau der Sportstätte in die Hand nehmen. Mehr als die Hälfte davon trug die Hugo-Meyer-Nachfahren-Stiftung zu dem Projekt bei.

In der neuen Halle wurde im Rahmen der Eröffnung am Freitag zum ersten Mal Judo trainiert.

Die Neuerrichtung inklusive Abriss des alten Gebäudes sei ohne größere Probleme verlaufen. Ganz fertig ist das neue Sportzentrum allerdings noch nicht. In den nächsten Wochen erhält das Waldschlösschen noch seinen Feinschliff. So müsse der Prallschutz in der Judohalle angebracht und die Schließanlage noch eingebaut werden.

Nachdem Pyrdok allen Beteiligten seinen großen Dank aussprach – nicht zuletzt den Anwohnern, welche aufgrund der Bauarbeiten am neuen Waldschlösschen einiges hätten ertragen müssen für ihre Geduld und ihr Verständnis – blieb dem Bürgermeister nur noch dem neuen Gebäude die besten Wünsche auszusprechen. „Möge es seinen Nutzern lange Zeit dienen, ihnen ein Stück Geborgenheit bieten und das Haus so lange stehen, wie der erste Bau stand“, beendete er wohlwollend seine Rede.

Von Laura Kühn

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