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Tangermünde: Langsam wird das Bauland knapp

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Ein verschiedenfarbig angelegter Plan weist künftige Baugrundstücke aus.
So präsentiert sich das Baugebiet „Stendaler Straße“ in Tangermünde derzeit zwischen Friedhof, Kleingärten und Gewerbegebiet. © Günther Krach (Repro)

Die alte Hanse- und Kaiserstadt Tangermünde wird immer beliebter, auch bei Bauwilligen. Die Stadt begeistert mit viel Grün, mit ihrer alten Bausubstanz und ihrem Charme, liegt, inklusive Radweg von Dresden bis Hamburg, direkt an der Elbe und verfügt über gute Zug- und Straßenverbindungen ins Umland.

Tangermünde – Viele Eigenheimgebiete wurden schon errichtet (AZ berichtete), weshalb das Bauland nun knapp wird. Eine bisher ungenutzte, 3,4 Hektar große Fläche, auf die mindestens 40 Eigenheime passen, hat die Stadt deshalb schon im Jahr 2019 mit einem so genannten Aufstellungsbeschluss zum Bauland erklärt. Die Immobiliengesellschaft der Kreissparkasse, die in Tangermünde schon zwei Eigenheimgebiete erschlossen hat, wird sich nun auch dieser Fläche an der Stendaler Straße zwischen Friedhof und Gewerbegebiet annehmen. Gegenwärtig ebnet ein Bagger die Fläche ein und befreit sie von Unrat und Buschwerk.

Ein Bagger befreit künftiges Bauland von Aufwuchs und Unrat.
Ein Blick in Richtung Gewerbegebiet zeigt: Die ersten Vorbereitungen haben bereits begonnen. Dieser Bagger ebnet das Baufeld ein und befreit es von Unrat und Buschwerk. © Günther Krach

Ist der Bebauungsplan fertiggestellt, geht es an die Erschließungsstraßen, die Ver- und Entsorgungsleitungen und schließlich um die Bauplätze für die Eigenheime. Wer bauen möchte, in welcher Größe und auf wieviel Quadratmetern, liegt im Moment in den Händen von Michael Fraas, dem neuen Leiter der Immobiliengesellschaft der Kreissparkasse. Er ist der Nachfolger von Herrn Fehrenkotte, der inzwischen in den Ruhestand trat. „Anfragen gibt es schon reichlich“, war von Fraas zu erfahren. Das verwundert nicht, liegt das neue Baugebiet mit einem hinteren und einem seitlichen Teil doch an einer Gartensparte und an einem Friedhof, was viel Ruhe verspricht. Dass auf der vorderen Seite eine Bus- und Bahnhaltestelle liegen und die Straße daneben nach Stendal oder ins nahe Stadtgebiet führt, ist aber auch nicht zu verachten. Ganz zu schweigen vom nahen großen Einkaufszentrum inklusive Drogerie, Bau- und Möbel-Markt und mehreren Bekleidungsgeschäften sowie dahinter eine Arztpraxis. Im nahen Neubaugebiet gibt es weitere Einkaufsmöglichkeiten und sogar eine Sekundarschule und eine Kita. Wer an der Stendaler Straße jetzt nicht baut, könnte viel verpassen, zumal die Zinsen für einen Kredit im Moment sehr niedrig sind. Wer preiswerter, dann aber mit weniger Infrastruktur, bauen will, kann aber auch in die Ortsteile ausweichen, wo es noch Bauplätze gibt.

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