Tangermünder Lesefreunde planen Aktionen zur Förderung des klassischen Mediums

Mission: Rettung des „guten Buches“

In der Bücherei in Tangermünde werden die Bücher immer noch per Karteikarten katalogisiert. Foto: dpa

Tangermünde. Christine Paschke und ihre Mitstreiter wollen das Buch vor der Verwertung im Altpapier retten.

Um die ehemalige Vorsitzende des Kulturausschusses Tangermünde hat sich über die vergangenen Monate ein Kreis gebildet, die das Lesen bei Kindern und Jugendlichen fördern wollen und die Stadtbibliothek unterstützen wollen. Derzeit steht wieder eine Vorleseaktion an, im kommenden Jahr soll nun möglicherweise die Gründung eines Lesefreunde-Vereins kommen.

„Wir wollen einerseits neue Leser für die Stadtbibliothek gewinnen“, sagt Paschke, „andererseits wollen wir Kinder und Jugendliche näher an die deutsche Sprache heranbringen.“ Die sollen nicht nur mit den allgegenwärtigen Neuen Medien aufwachsen, sondern auch mit „dem guten Buch“, wie Paschke es sagt.

Konkrete Aktionen stehen dafür an, wie schon im vergangenen Jahr: Bei einem Bücherbasar, für den ausgelesene Werke eingesammelt worden waren, wurden 700 Euro eingenommen, weitere Bücher wurden dann an die Kinder und Jugendlichen in Einrichtungen wie dem Shalom-Haus, dem Jugendclub oder dem Christlichen Jugenddorfwerk Billberge verschenkt. Die Einnahmen wurden für die Bibliothek gespendet. „Wir wissen, dass die Stadtkasse nicht prall gefüllt ist“, sagt Paschke, und die Bibliothekarin der Stadt muss derzeit noch mit Karteikärtchen arbeiten, um die Bücher sortiert und organisiert zu halten. „Wir möchten, dass die Tangermünder Bücherei eine Software bekommt, die dabei künftig helfen kann“, so die Sprecherin der Tangermünder Lesefreunde.

Die Idee zu dem bisher aus etwa 15 Mitgliedern bestehenden Kreis hatte Christine Paschke vor etwa einem Jahr. Sie war noch Vorsitzende des Kulturausschusses, in dem die Bibliothekarin dann erklärt hatte, sie allein könne nicht die Aktionen stemmen, die in der Bücherei möglich wären.

Der nächste Bücherbasar wird am 15. November stattfinden. Eine knappe Woche danach, am 21. November, ist ein Vorlesetag in Grundschule, Förderschule und Kitas der Stadt. Der wichtigste Termin für die Lesefreunde wird aber vielleicht erst im kommenden Jahr sein: die Gründung eines eingetragenen, möglichst gemeinnützigen Vereins, wie Paschke es sich wünscht.

Von Kai Hasse

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