Stiftersteine-Verkauf abgeschlossen / Backsteine im Klosterformat mit Prägung zieren bald Mauer

Mehr als 250 Namen in der Roßfurt

Erik Weber (v.l.) zeigt den Stifterstein-Erwerbern Steffen Kliem und Ronny Kothe sowie dessen Tochter die Stelle, wo die Stiftersteine später zu finden sein werden. Ende März sollen die Arbeiten an der Roßfurt beginnen. Foto: privat

Tangermünde. Die Frist zum Bestellen von Stiftersteinen ist abgelaufen. Wer seinen Namen in der Stadtmauer in der Roßfurt von Tangermünde in einem Backstein wiederfinden möchte, hatte dazu bis vor wenigen Tagen Zeit.

Allein zwischen Weihnachten und Neujahr hatte Erik Weber, Vorsitzender des Gründungsvereins der Stadtstiftung Tangermünde, alle Hände voll zu tun. Mehr als 250 Stiftersteine hat der Verein verkauft.

Vor wenigen Tagen entschieden sich auch die Stendaler Steffen Kliem und Marcel Jatzek sowie Ronny Kothe für einen Stein. Die drei Handwerker können bald ihre Namen an der Roßfurt lesen. Stiftersteine sind Backsteine im Klosterformat (die AZ berichtete). Ab März kommen diese bei der Sanierung der Stadtmauer in der Roßfurt zum Einsatz. Das Besondere: Der Name des Stifters wird in das Material eingebrannt oder trägt das Vereinslogo. Ein Stifterstein kostete den Erwerber 75 Euro.

Aus dem Verkauf der Steine soll sich das Gründungskapital der Stadtstiftung bilden. Mit dem Gewinn, den das Stiftungskapital erzielt, soll in naher oder auch ferner Zukunft geholfen werden, Tangermünde in den Grenzen von heute so zu erhlaten, wie es sich heute seinen Bewohnern und den Besuchern präsentiert. Die Stadt soll lebens- und erlebenswert bleiben, die Schönheit der Kaiserstadt soll erhalten werden. Auf Antrag soll jeder, der dazu finanzielle Unterstützung benötigt, die Möglichkeit erhalten, von dem Angebot der Stadtstiftung zu profitieren.

Mit dem Verkauf der Stiftersteine ist der Verein in den vergangenen Wochen zunächt einmal dem Ziel näher gekommen, das Kapital zu erlangen, um überhaupt eine Stiftung gründen zu können. „Wer weiterhin dazu beitragen möchte, ist dazu aufgerufen, mit Spenden zu unterstützen“, ruft der Vorsitzende die Interessierten auf.

Die Frist zum Kauf der Stiftersteine lief nun auch wegen des geplanten Baubeginns ab. Ende März wird die Stadt Tangermünde damit beginnen, die Lehrerstraße und in diesem Zusammenhang auch die Mauer in der Roßfurt zu sanieren. Dann kommen auch die erworbenen Stiftersteine zum Einsatz. Dort, wo ohnehin neue Backsteine häten erwendet werden müssen, wird der Gründungsverein die mit Namen versehenen Steine für die Arbeiten zur Verfügung stellen.

Die Steine werden übrigens in aufwendiger Handarbeit hergestellt, sind also nicht von heute auf morgen zu bekommen. Wegen der unterschiedlichen Prägungen wird ein jeder Stein ein absolutes Unikat sein. Deshalb müssen sie nun rechtzeitig vor Baustart bestellt werden.

Der Gründungsverein der Stadtstiftung kann natürlich auch durch jede andere finanzielle Spende unterstützt werden. Eine Spendenquittung wird ausgestellt. Weitere Informationen gibt es in zahlreichen Geschäften der Stadt und natürlich beim Vorsitzenden Weber.

Von Berit Wagner

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