Tangermünder Weihnachtsmarkt soll zusammenwachsen

Lückenschluss im Advent

+
Stets gut besucht ist der Neumannsche Hof – nun soll auch die Verbindung zur zweiten „Hälfte“ des Weihnachtsmarktes Tangermünde stehen. 

Tangermünde. Der Weihnachtsmarkt in Tangermünde rückt näher zusammen: Die „Lücke“ zwischen Neumannschen Höfen und Markt soll während des Marktes vom 2. bis 4. Dezember geschlossen werden.

Das kündigten die Macher der beiden veranstaltenden Vereine, Hansering und der Verein Weihnachtsmarkt Neumannscher Hof, an.

„Der Wunsch nach einem Weihnachtsmarkt von Neustädter Tor bis Eulenturm besteht schon seit Langem“, sagte Regine Schönberg, Vorsitzende des Hanseringes. Nun soll eine Bühne für den „Lückenschluss“ sorgen. Sie wird auf Höhe des Bekleidungsgeschäftes „New Yorker“ stehen. Auf ihr wird mittelalterliche Musik gespielt werden. Ebenda soll auch am Sonnabend der Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gezeigt werden.

Regine Schönberg und Christian Schulz.

Bisher hatte der Tangermünder Weihnachtsmarkt das Problem, etwas zerrissen zu wirken: Zwischen Innenstadt und Neumannschem Hof auf Höhe des Eulenturms gab es gute hundert Meter, auf denen nichts stattfand. Der neue Schwerpunkt auf halber Strecke soll Abhilfe schaffen. Dieses Mal soll es auch nur einen Weihnachtsmann geben, der sich um die Kinder kümmert. Außerdem werden am Eröffnungstag Freitag die „Zugpferde“ des Weihnachtsmannes persönlich da sein – und die „Zugpferde“ sind in diesem Fall: zwei echte Rentiere, die gezeigt werden. Weitere Programmpunkte sind, wie immer, Live-Musik, Tanzgruppen, Handwerkerstände, offene Höfe.

Das Ganze wird nicht billig: Allein für die Sicherheit müssen die beiden Veranstalter in diesem Jahr mehr als das Doppelte ausgeben als noch vor einem Jahr – die verschärfte weltweite Terrorlage hat zu strengeren Auflagen bei Großveranstaltungen geführt. Dafür hat in diesem Jahr auch die Stadt anteilig zur Finanzierung mitgetragen – sowie viele Sponsoren.

Weihnachtlich bleibt es auch an den weiteren Wochenenden: Am 10. und 11. Dezember gibt es ein „kleines Weihnachtsgeschehen“ am Neumannschen Hof, und am 17. Dezember prämiert der Hansering außerdem besonders weihnachtlich geschmückte Geschäfte. Und vielleicht, vielleicht, Christian Schulz vom Verein Neumannscher Hof sagt das vorsichtig, wird es in den kommenden Jahren auch dazu kommen, dass der Weihnachtsmarkt selbst länger dauern kann als nur ein Wochenende – bei genug Publikum. Immerhin: „Tangermünde hat sich zu einem der besucherstärksten Weihnachtsmärkte in Sachsen-Anhalt entwickelt“, so Schulz.

Von Kai Hasse

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare