Politiker des Tangerlandes informieren über Hochwasser und diskutieren leidenschaftlich

Lebenswerk und „Schwachsinn“

+
Thomas Staudt, Storkaus Ortsbürgermeisterin Sabine Augustin und Detlef Radke bei einer Begehung am Storkauer Schloss. Bis auf einen privaten Deich, in dessen Scharte sie stehen, hat Storkau keinen besonderen Hochwasserschutz.

Tangermünde/Tangerhütte. Wenn die Flut kommt, und bei Hämerten bricht der Deich, brandet das Wasser bis nach Stendal. Kommt sie, und der Treueldeich südlich von Mahlwinkel bricht, fließt das Wasser bis nach Tangerhütte.

Das sind die Schreckensszenarien, mit denen Politiker untermauern, wie wichtig die Deiche sind. Das Hochwasser von 2013 steckt den Menschen im Tangerland in den Knochen. Für manchen Politiker wirkt das Thema aber auch aufgeplustert.

Wolfgang Kinszorra (l.) im Frühsommer auf dem von ihm kritisierten Treueldeich mit der Staatssekretärin im Umweltministerium, Anne-Marie Keding.

Detlef Radke, CDU-Landtagsabgeordneter, hat sich das Thema Hochwasserschutz auf die Fahnen geschrieben. Er sagt Sätze wie „Ich werde alles daran setzen, die Menschen vor einem weiteren Hochwasser zu beschützen.“ Das klingt markig und wie für die Presse gesagt, aber immerhin hat der Mann auf seinem Weißewarter Hof selbst bis zu den Knien im Wasser gestanden. Er besuchte nun die Elbe-Anrainer nördlich von Tangermünde. Die Bürgermeisterinnen von Hämerten und Storkau hat er zusammen mit dem CDU-Fraktionschef Tangermündes Thomas Staudt aufgesucht, um nach Interesse an Fördergeldern aus einem kommunalen Hochwasserschutzprogramm des Landes zu fragen. In Storkau ließ er sich von Ortsbürgermeisterin Sabine Augustin zeigen, wie weit das Hochwasser 2013 gekommen war. „2013 war das schlimmste Hochwasser“, sagte Augustin. Bis auf eine Grünfläche hundert Meter landeinwärts der Hauptverkehrsstraße war das Wasser gekommen.

Von Kai Hasse

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch im E-Paper und in der gedruckten Altmark-Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare