Fachleute sehen keinen Zusammenhang mit Hochwasser

Land zahlt nicht für Schlamm

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Nicht viel Platz unterm Kiel haben die Freizeitkapitäne, die im hinteren Teil des Hafens anlegen. Er ist verschlammt.

Tangermünde. Die Hoffnung der Tangermünder, dass die Hochwasserhilfe des Landes ein Ausbaggern des Bootshafens fördern könne, bekommt einen Dämpfer.

Den verpasste Thomas Stagneth, Leiter des Bereichs Investitionen in der Stadtverwaltung, nun während der Sitzung des Bauausschusses.

Fachleute des Wasser- und Schifffahrtsamtes des Landes und des Landesbetriebes für Hochwasserschutz hätten die schlammigen Ablagerungen im Sportboothafen des Tangermünder Wassersportvereins einer ersten Untersuchung unterzogen. Das Ergebnis: „Es sind keine durch das Hochwasser verursachten Abnormalitäten feststellbar“, so Stagneth im Ausschuss.

Für den Wassersportverein ist das ein harter Schlag. Dort war man davon ausgegangen, dass das Hochwasser von 2013 für die starke Verschlammung des hinteren Teils des Hafens gesorgt hätte – vom Tanger und seinen Nebenbächen flussabwärts gespült, und dann im Hafen abgelagert. In dem Hafen sorgt der Schlamm für Probleme: Bei einem Pegelstand der Elbe von etwa 1,80 Meter herrscht im hinteren Bereich des Hafens eine Wassertiefe von kaum mehr als einem halben Meter, so Torsten Mäß, der Vorsitzende des TWV. Die Boote, die in dem Hafen anlegen, haben dafür zu viel Tiefgang, kommen also nicht mehr mit Wasser unterm Kiel zum Anleger.

Von Kai Hasse

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