Antrag auf Obduktion liegt Amtsgericht vor

Kriminalisten erneut am Brandhaus in Tangermünde: 7000 Euro Schaden nach Feuer

Die Kriminalisten nebst Brandursachenermittler waren am Montag erneut vor Ort. Als Brandursache werde von fahrlässigem Umgang mit offenem Feuer ausgegangen.
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Die Kriminalisten nebst Brandursachenermittler waren am Montag erneut vor Ort. Als Brandursache werde von fahrlässigem Umgang mit offenem Feuer ausgegangen.

Tangermünde – Die Fenster im Erdgeschoss sind weit aufgerissen. Auch in der ersten Etage wird gelüftet – vergebliche Mühe, denn bleiben kann in diesem Haus erst einmal niemand.

„Die Wohnung selbst und die obere sind derzeit nicht bewohnbar“, teilt ein Sprecher des Stendaler Polizeireviers am Montag auf AZ-Anfrage mit.

Zu einem Brand an der Tangermünder Friedensstraße musste die örtliche Feuerwehr sowie die Kameraden aus Miltern am Sonntagmorgen ausrücken. Zwar konnten die Brandschützer das Feuer laut Polizeibericht schnell löschen, hinter der geschlossenen Wohnungstür im Erdgeschoss wurde allerdings der leblose Körper eines 68-Jährigen gefunden (AZ berichtete).

Wie das Stendaler Polizeirevier weiterhin erklärt, seien die Kriminalisten nebst Brandursachenermittler am Montag nochmals vor Ort gewesen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen und nach Auswertung der Spuren im Wohnzimmer, werde bei der Brandursache von fahrlässigem Umgang mit offenem Feuer ausgegangen. „Viele Dinge“ seien in Mitleidenschaft gezogen worden, bei der Schadenshöhe werde von rund 7000 Euro ausgegangen.

Die Todesursache des 68-Jährigen sei noch nicht geklärt worden. Ein Antrag auf Obduktion sei geprüft worden und liege nun dem zuständigen Amtsgericht vor. Die Ermittlungen in der Sache dauern weiterhin an, berichtet das Stendaler Polizeirevier. Durch die Rauchgasintoxikation wurden außerdem zwei Hausbewohner leicht verletzt und konnten ambulant behandelt.

Eine Zeugin, welche die obere Wohnung des Doppelhauses bewohnt, habe nachdem sie den Feuermelder bemerkt hatte, die Rettungsleitstelle informiert. Auf ihr Klingeln bei der betroffenen Wohnung wurde nicht reagiert.

VON LAURA KÜHN

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