31. Winterbaden im Schwanensee / Tangermünder „Wasserplumpser“ wieder mit dabei

Kostümiert ins 3,8 Grad kalte Nass

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Die Tangermünder „Wasserplumpser“ in ihrem liebsten Element. Insgesamt waren 26 Eisbader-Mannschaften im Wasser, die aus allen Teilen Deutschlands anreisten. Aber auch aus der Umgebung, so aus Gardelegen, Arendsee, Osterburg, Rathenow und eben der Kaiserstadt, kamen Freunde des Eisbadens an den Schwanensee.

gk Ferchland / Tangermünde. Eigentlich wollte der Triathlonverein aus Ferchland mit Henry Stielau an der Spitze kein Winterschwimmen mehr in Ferchland veranstalten.

30 Jahre lang war das bis zum Jahr 2016 zelebriert worden, immer mit großem Erfolg, manchmal sogar vor mehr als 2000 Zuschauern. Im vergangenen Jahr gab es kein „Eisbaden“, „trotz vieler Nachfragen“, betont Stielau. „Aber schon bald danach hat sich der Verein entschieden, die 30-jährige Tradition doch fortzusetzen“, ergänzt der Moderator des Events.

Dietmar Schiess (DLRG) genehmigte sich im 3,85 Grad kalten Wasser ein Schnäpschen.

Am vergangenen Samstag war es nun wieder so weit und 26 Eisbader-Mannschaften, darunter auch kleine Gruppen aus ganz Deutschland, reisten an. Aus Stralsund und Rostock über Brandenburg, Magdeburg und Leipzig bis Pirna kamen die Winterbader, darunter viele „alte Hasen“. Aus der näheren Umgebung waren auch wieder viele Eisbader gekommen, so aus Arendsee, Gardelegen, Osterburg, Rathenow und natürlich Tangermünde. Die „Tangermünder Wasserplumpser“ waren mit neun Eisbadern inklusive ihrer Fans vertreten – wie seit vielen Jahren.

„Froni“ aus Bayern (67) hatte die weiteste Anreise.

Im vergangenen Jahr wichen sie nach Arendsee aus, um auf das jährliche Highlight nicht verzichten zu müssen, wofür sie immer schon lange vorher „trainieren“. Den weitesten Anreiseweg hatte in diesem Jahr „Froni aus Bayern“. Die 67-Jährige kommt aus Bad Füssen bei Passau an der Donau. Die Älteste war sie aber nicht, das war eine 82-Jährige, die Jüngste eine 13-Jährige. Auch aus Cumlosen und Bielefeld waren Eisbader da. Alle gingen in das 3,85 Grad kalte Wasser.

Dass es draußen acht grad hatte, sei „nicht so gut, weil der Unterschied von acht auf 3,8 Grad dann größer ist als bei annähernd gleichen Temperaturen“, wusste Michael Bäther von den „Wasserplumpsern“, der in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen nicht ins Wasser ging. Die Tangermünder Ortsgruppe der DLRG war präsent, um mögliche Unfälle zu verhindern.

Mehr als 700 Zuschauer verfolgten das Spektakel am Feuerlöschteich in Ferchland, auch Schwanensee genannt.

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