Hansering will in 2017 intensiv Werbung für die Kaiserstadt machen

Keine Angst vorm Händlersterben in Tangermünde

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Zu einem Gutteil lebt Tangermünde vom Tourismus – und ist als Stadt mit Potenzial somit auch bei vielen Besuchern von Außerhalb bekannt. Dass in der Kaiserstadt auch neben dem Tourismus Chancen für Investoren bestehen, die Botschaft soll verstärkt vermittelt werden.

Tangermünde. Der Hansering der Stadt Tangermünde hat sich so einiges vorgenommen für das kommende Jahr. Eine gute Handvoll Feste und Großveranstaltungen hat der Händlerbund der Kaiserstadt bereits geplant.

Aber daneben wird er sich noch um weitere drängende Themen in der Stadt kümmern, wie zum Beispiel um einen Imagefilm für die Stadt sowie das Problem des Ladenleerstandes in der Innenstadt. Die Veranstaltungen des Hanseringes rattert Chefin Regine Schönberg in einigen langen Atemzügen herunter: 3. Februar Wintershoppingabend, 27. und 28. Mai Spargelfest, 7. Juli Vollmondflair mit Nachtshopping, 21. und 22. Oktober Kürbisfest in der Innenstadt parallel mit dem Töpferfest am Hafen, 8. bis 10. Dezember Weihnachtsmarkt, 23. Dezember langer Adventscountdown mit langem Adventssamstag.

Das ist aber nicht alles. Der Hansering sorgt sich auch um die allgemeine Attraktivität der Wirtschaft in der Stadt. Der Rubel soll rollen. Also braucht man Einzelhandel, Industrie, Arbeitsplätze, Zuzug, Kaufkraft. Dafür braucht es Werbung und dafür soll ein Imagefilm für die Kaiserstadt gedreht werden. Den Zuschuss für die Konzeption des Films hat die Stadt bereits im vergangenen Jahr gebilligt. Die weitere Finanzierung soll über Spenden aller Tangermünder laufen (Kontakt: Regine Schönberg in der Tourist-Info am Markt). Material für diesen Imagefilm gibt es bereits von einigen großen Festen des vergangenen Jahres. Es fehlt noch Bildmaterial von den kommenden Veranstaltungen des Frühjahrs: Elbdeichmarathon und Vintage-Radrennen. „Wir wollen zeigen, dass Tangermünde eine der schönsten Städte Deutschlands ist“, sagt Schönberg. Und damit meint sie nicht nur die vielen Festivitäten, sondern auch die Hotellerie, die Gastronomie, das rege Vereins- und Alltagsleben, Handwerk, Produktion und Chancen für Gründer. Schönberg: „Wir wollen nicht nur Gäste ansprechen. Es geht auch darum, mögliche Investoren zu erreichen.“ Denn einige Leerstände zwischen Neustädter Tor und Eulenturm bereiten Sorgen: Der Bauernladen schließt altersbedingt, ein Taschengeschäft hat geschlossen, ebenso ein Bekleidungsgeschäft. Schönberg wiegt ab: „Wir haben keine Angst vorm Händlersterben. Es geht nicht alles den Bach runter. Aber wir müssen reagieren. Und man kann die Situation auch als Chance sehen, Tangermünde mit einem entsprechenden neuen Angebot an Geschäften neu zu beleben.“ Dafür müsse man aber Werbung machen und die Botschaft absetzen, dass es viele Gründe gibt, sich in Tangermünde niederzulassen. Ein Punkt, der auch im Imagefilm einfließt.

Von Kai Hasse

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