Marlen Liebau stellt ihre Malerei mit Motiven aus Tangermünde bis März in Galerie aus

Kaiserstadt inspiriert Künstlerin

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Tangermünde hat auf die freischaffende Künstlerin Marlen Liebau eine besondere Wirkung. Ihre Eindrücke verarbeitet sie mit Tinte und Wachs, aber auch mit Bausubstanzen wie Ziegelsteinmehl oder Lehm auf Leinwänden.

Tangermünde. „Ich fühle mich in der Altmark angekommen“, erzählt Marlen Liebau. Und sie wirkt glücklich, während sie das sagt. Die freischaffende Künstlerin lebt in Querstedt, hat ihren Zufluchtsort jedoch in Tangermünde gefunden.

„Ich komme oft hierher und lasse den Ort einfach auf mich wirken“, erzählt die Künstlerin. Dann begibt sie sich zum Schloss, in die Altstadt oder auch mal in die Zecherei, wie sie schmunzelnd erzählt, und lässt die Seele baumeln. Ihre Eindrücke von der Kaiserstadt hat Liebau auf der Leinwand festgehalten.

„Es war eine harte Zeit, als ich 2012 von Berlin hier hergezogen bin“, verrät die gebürtige Südharzerin im AZ-Gespräch. Die Kunst habe ihr darüber hinweg geholfen. Während ihrer Aufenthalte in Tangermünde entstanden allerhand Skizzen und Fotografien, die dann im Atelier zu kleineren und größeren Malereien auf der Leinwand weiterverarbeitet wurden. In ihren Werken schafft die Künstlerin eine Verbindung zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit, sodass die jeweiligen Motive erkennbar bleiben.

Doch was Marlen Liebau von vielen Künstlern unterscheidet, ist ihr Einsatz von Bausubstanzen. So kamen bei der Herstellung ihrer Werke unter anderem Ziegelsteinmehl und Lehm zur Geltung. „Damit soll ein unmittelbarer Bezug zur Bausubstanz des mittelalterlichen Städtchens hergestellt werden“, verrät Liebau. Außerdem eröffnen die Materialien durch ihre raue Beschaffenheit ganz neue Möglichkeiten der künstlerischen Darstellung, wie sie erklärt.

In den meisten ihrer Werke widmet sich Marlen Liebau der Figur- und Landschaftsmalerei, „eben was mich gerade inspiriert“. Rund 40 Werke um die Kaiserstadt an der Elbe sind noch bis zum 31. März in der Galerie Siptroth in Tangermünde, Kirchstraße 4, zu bewundern. Doch statt sich darauf auszuruhen, plant Marlen Liebau bereits die nächste Ausstellung im Juni, die im Kunsthof Dahrenstedt stattfinden wird. Thema der Exposition wird der „wunderbare Himmel der Altmark“, wie sie bereits verrät.

Von Charlotta Spöring

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