Auch Tangermünde muss sich Vorsichtsmaßnahmen der Regierung beugen

Kaiserstadt friert das Leben ein

Montag, 11.30 Uhr: Kaum ein Kunde ist an der Langen Straße zu entdecken.
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Montag, 11.30 Uhr: Kaum ein Kunde ist an der Langen Straße zu entdecken.

Tangermünde – Seit gestern herrschen in Deutschland, zunächst einmal bis Ende November, verschärfte Corona-Regeln. Das soll weitere Ansteckungen möglichst verhindern.

Betroffen von diesen neuen Verordnungen ist auch Sachsen-Anhalt inklusive der Altmark und Tangermünde, obwohl es dort im Vergleich zu anderen Regionen nur wenig Infizierte gibt.

Alle Restaurants mussten ihre Gaststuben schließen, nur ein Außer-Haus-Verkauf ist noch erlaubt. Es ist fraglich, ob diese Notlösung den Gastronomen die Existenz sichert.

Vor Kurzem Infizierte in Salzwedel, Tangerhütte, Demker und nun auch in der Kaiserstadt lassen aber aufhorchen. Notwendige Einschränkungen in öffentlichen Gebäu-den und auf Plätzen sind also unvermeidbar. In der Kaiserstadt betrifft das neben den Gaststätten und Hotels auch die Museen, den Kunst- und Kultur-„Tempel“ Salzkirche, den Wohnmobilstellplatz am Tanger und die Sportstätten (nur Schulbetrieb), um nur die Wichtigsten zu nennen. Schulen und Kitas bleiben erst einmal offen, genau wie das Shalomhaus, um eine Kinder -und Jugendbetreuung gewährleisten zu können. Seniorenveranstaltungen finden im Grete-Minde-Saal aber nicht statt, „auch nicht Ende November“, wie von der Ortsgruppenvorsitzenden der Volkssolidarität, Renate Adloff, zu erfahren war.

Schwarz auf weiß: Per amtlicher Verfügung weist die Stadtverwaltung auf das Reiseverbot hin.

Ebenfalls nicht stattfinden werden die Deichflohmärkte in Köckte, weder am 8., noch am 29. November, wie Organisator Jürgen Hauer berichtet, „zu hoch sind die geforderten Hygienevorschriften jetzt, die weder organisatorisch noch wirtschaftlich verkraftbar sind.“ Hauer hofft jetzt auf den zweiten Adventssonntag, 6. Dezember, an dem er seinen weihnachtlichen Trödelmarkt präsentieren will. Veranstaltungen des Tangermünder Carneval-Vereins (TCV), zumindest die Schlüsselübernahme vom Bürgermeister und den Trubel darum vor dem Rathaus, hat der TCV inzwischen auch abgesagt. Ob die Kinderspielplätze offenbleiben, ist noch nicht entschieden. Geöffnet bleiben aber die Bibliothek und der Wochenmarkt, aber eben unter strengen Auflagen.

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