Mundschutzpflicht wird akzeptiert

Kaiserstadt erwacht wieder: Geöffnete Geschäfte empfangen Kunden

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Der Wochenmarkt am Rathaus lockte wieder viele Besucher an. Viele nutzten den Besuch des Marktes, um anschließend die zuvor geschlossenen Geschäfte in der Kaiserstadt aufzusuchen.

Tangermünde – Auch das „Leben“ in der Kaiserstadt nimmt langsam wieder Fahrt auf. Vor allem, weil vergangene Woche viele kleine Geschäfte wieder öffnen dürfen, sogar der Wochenmarkt in größerem Umfang, weshalb die Innenstadt von Menschen wieder betreten wird.

Das freut nicht nur die Bürger, die nun wieder Einkäufe in der Innenstadt machen können, sondern auch die Einzelhändler. Die AZ sprach mit einigen von ihnen.

„Das ist natürlich schön, dass wir wieder Kunden in unseren Geschäften empfangen dürfen, wenn auch nur in abgezählter Menge und nur mit Mund- und Nasenschutz“, meinte Frank Döbbelin. „Das läuft nun aber erst einmal langsam an und die Leute kaufen sicher nur das, was sie unbedingt brauchen“ ergänzt der Einzelhändler für Elektronik und Mobilfunk. Das sieht auch Goldschmiedemeisterin Anke Ziemer so. „Für einen Batteriewechsel an ihren Uhren kommen sie nun wieder, aber für Gold interessieren sie sich verständlicherweise noch nicht“, meinte sie.

Goldschmiedin und Uhrenhändlerin Anke Ziemer wünscht sich auch Touristen zurück.

„Da muss ich wohl noch warten, bis die Touristen wieder kommen dürfen“, ergänzt sie. Ariane Malycha vom „Gourmetstübchen“ ist auch voller Hoffnung auf Zeiten, wie sie vor der Pandemie herrschten, „aber meine Angebote interessieren wohl erst einmal nicht“, sagte sie. Wegen der mehr als vierwöchigen Schließzeit wünscht sie sich sogar staatliche Unterstützung, aber „nicht als Kredit, den ich zurückzahlen muss“. Ina Hesse im „Altmärkischen Bauernmarkt“ hat wieder guten Besuch, muss einige Kunden sogar bitten, vor dem kleinen Geschäft zu warten. „Die Menschen wollen eben frische Ware“, ist ihre Begründung für den „Ansturm“. Ich glaube auch, dass der große Wochenmarkt am Rathaus wieder viele Menschen in die Stadt zieht, von denen einige zu mir kommen“, ergänzt sie. Dass alle Kunden in den Geschäften Masken tragen mussten, störte keinen. Sogar der Bauhof war am Donnerstag in der Innenstadt aktiv.

Zwei eingefasste Beete mit Stauden und daneben Buschrosen, direkt neben dem Neustädter Tor, sollen das Bild der schönsten Kleinstadt Deutschlands wieder verbessern und damit sicher auch die Stimmung unter den Menschen, die ja wochenlang durch allerlei Einschränkungen zu leiden hatten und teilweise noch leiden.

Auch dass Schulklassen, die kurz vor Abschlüssen stehen wieder in die Schulgebäude gehen dürfen, wenn auch unter vielen Auflagen, dass die Bibliotheken wieder öffnen, trägt vielleicht einen kleinen Teil zur Aufheiterung der Bürger bei, die wegen der Corona-Pandemie vielen Einschränkungen unterliegen.

VON Günther Krach

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