Streetworkerin Carola Schulz plädiert für Sanierung des Skater-Areals

Jugendplatz ohne Leben

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Hier rührt sich nichts: Der mittlerweile heruntergekommene Skaterplatz hinterm Caravan-Stellplatz wird kaum von Jugendlichen angenommen. Nach Schilderung der Streetworkerin weichen diese eher auf Plätze in der Stadt aus.

Tangermünde. Die Jugendlichen brauchen Platz in Tangermünde. Das sagt die Streetworkerin der Kaiserstadt, Carola Schulz.

Sie bezieht sich auch auf ein Projekt des Vereins Kinderstärken, der als Institut der Hochschule Magdeburg/Stendal Kinder und Jugendliche in Tangermünde nach guten und schlechten Seiten der Stadt aus ihrer Sicht befragt hatte. Eines der Ergebnisse: Jugendliche wünschen sich einmütig, dass der Skaterplatz hinter dem Caravan-Stellplatz auf Vordermann gebracht wird.

An benachbarten Garagen bei dem Skater-Platz sind in den vergangenen Jahren viele Graffiti entstanden.

„Es muss in Tangermünde einen Ort geben, wo man als Jugendlicher sein kann, ohne dass man sich ständig unter Aufsicht fühlt“, sagt Schulz. Im Shalom-Haus könne man nicht alle Kinder und Jugendlichen bündeln, viele wollten eben „ihr eigenes Ding“ machen – vollkommen normal für Jugendliche, erklärt sie. Und daraus ergibt sich in ihrer Beschreibung folgende Situation: Jugendliche treffen sich an einem öffentlichen Ort wie dem Friedhof, chillen dort. „Und dann wird es auch mal laut, oder sie lassen Sachen liegen“. In Extremfällen ist es dazu gekommen, dass Tiere von Anwohnern beworfen oder Bänke am Friedhof beschädigt wurden. So werde von Anwohnern Ordnungsamt oder Polizei gerufen, die die Jugendlichen wegschicken, woraufhin sie weiterziehen – in die Stadt, zum Hafen, zum Bahnhof.

Von Kai Hasse

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