Tangermünde

„Kleines“ Burgfest findet seine Fans

Vier Männer stehen als Einlasskontrolle vor einem eisernen Tor.
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Wollen mit ihrem kleinen „Burgfest“ eine Alternative zum legendären Großereignis in Tangermünde bieten: Andy Kleinert (li.) und sein stellvertretender Vereinsvorsitzender Friedemann Bünger vor der „Bar Tresörchen“ am Eingang des großen Grundstücks.
  • VonGünther Krach
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Bekanntlich gibt es im September dieses Jahres kein großes Burgfest in der Kaiserstadt. Tausende Menschen trotz der noch immer bestehenden Corona-Pandemie in einer Stadt zu konzentrieren, war einfach nicht genehmigungsfähig. Andy Kleinert, Vorsitzender des Vereins „Tresörchen“, hatte sich so auf das Fest gefreut und wollte die Absage nicht so einfach hinnehmen.

Tangermünde – Er überlegte sich eine Alternative und beantragte bei der Stadtverwaltung eine Genehmigung für ein kleines „Burgfest“ auf seinem Grundstück in Richtung Hafen – und erhielt sie, natürlich nur mit einem guten Hygienekonzept. „So können wenigstens meine Stammkunden ein wenig feiern“, berichtet er stolz. Gegen 18 Uhr war der große Hof des riesigen Grundstücks schon gut gefüllt. „Während jetzt vorrangig Familien mit ihren Kindern da sind, die hier basteln und sich schminken lassen können, kommen gegen Abend vor allem Jugendliche, die dann auch bis 1 Uhr tanzen dürfen“, berichtete Kleinert noch. „Und wir haben auch beim heutigen Fest, das ja nicht unser erstes ist, ein Motto, nämlich das Thema Umwelt und Müllvermeidung auf der Erde“, ergänzte er. Jetzt war auch klar, was mit den Anti-Müll-Losungen auf vielen „Plakaten“, die auf dem Hof hingen, gemeint war. Auch die zahlreichen Aschenbecher auf den Tischen untermauerten die positiven Vorsätze. Kleinert hatte auch mit Gastronomen gesprochen, die sich seiner Initiative anschließen sollten, was aber ohne Resonanz blieb. Bleibt zu hoffen, dass es im kommenden Jahr wieder ein großes Burgfest gibt.

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