Schlauchbootrennen Tangermünde

Im Slalom übers Hafenwasser

Ein motorisiertes Schlauchboot pflügt zwischen roten Bojen durch das Wasser.
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Mit seinem 15 PS starken Motor pflügt dieser Teilnehmer durch das Wasser des Hafenbeckens und umrundet gekonnt die Bojen – berühren oder auslassen war verboten.
  • VonGünther Krach
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Der 40. Wettbewerb um die Deutsche Jugendmeisterschaft im Schlauchbootfahren wurde am Wochenende im Tangermünder Hafen ausgetragen, nachdem vor zwei Jahren das Spektakel auf dem Bodensee stattfand.

Nadine Kössler (l.), Bundesjugend-Vorsitzende im Deutschen Motoryachtverband, begrüßt das große Teilnehmerfeld und erläutert die Wettkampfregeln. Insgesamt waren am Wochenende rund 80 Konkurrenten am Start.

Tangermünde – Uwe Gerlach, Präsident des Landesverbandes Sachsen-Anhalt für Motorbootsport, hatte Tangermünde vorgeschlagen und Stadtverwaltung und Wassersportverein hatten zugestimmt. Schon am Freitag reiste ein Vorkommando an, inklusive der Bundesjugend-Vorsitzenden Deutschlands im Deutschen Motoryachtverband, Nadine Kössler, um die Voraussetzungen für das „Rennen“ in acht Klassen zu prüfen und die Rennstrecke mit Bojen „abzustecken“. Zwei Strecken für ältere Teilnehmer (14 bis 27 Jahre) und eine für Kinder (4 bis 7 Jahre) wurden eingerichtet. Etwas verspätet begann am Samstag gegen zehn Uhr der Wettbewerb, bei dem es darauf ankommt, in möglichst kurzer Zeit die Bojen zu umfahren, ohne dass man sie berührt oder gar verpasst. Einmal muss man sogar rückwärts durch ein „Bojen-Tor“ fahren. Weil sich für das „Rennen“ mit verschiedenen Parcours und Schwierigkeitsgraden zirka 80 Teilnehmer aus sieben Landesverbänden – je zwei Teilnehmer pro Klasse plus zwei Betreuer eines Landesverbandes – aus ganz Deutschland gemeldet hatten, zogen sich die Entscheidungen über die Sieger hin, zumal am Sonntag ab 8.30 Uhr weitere Rennen folgen sollten.

Unter den strengen Augen der Wertungsrichter bewegen sich die Wettkämpfer zwischen den Markierungen.

100 Meter Länge und 60 Meter Breite wurden für das Rennen gebraucht, die im Tangermünder Hafen gerade so möglich waren – aber auch nur, weil zwei große Fahrgastschiffe zeitlich weichen und auf Vollgas verzichten mussten, wie von Nadine Kössler zu erfahren war. Auch an Land, auf dem Gelände des TWV wurde es eng, denn die Lkw für die Bojen und Pontons sowie die Wohnmobile und Zelte der Teilnehmer und Betreuer mussten Platz finden. Hinzu kamen noch die Verkaufs- und Aufenthaltsstände. Alles funktionierte aber gut, sowohl im Wasser als auch an Land. Unter den Teilnehmern befanden sich auch Sportler des Landesverbandes Hessen, die bisher unschlagbar waren. Darüber, ob sie auch in diesem Jahr vor Brandenburg und Berlin die Besten waren, wird die AZ noch berichten.

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