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Nachfrage ungebrochen

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Ein Bebauungsplan zeigt den Zuschnitt künftiger Baugrundstücke.
Das geplante Baugebiet „Stendaler Straße“ zwischen Friedhof und Gewerbegebiet. © Repro: Günther Krach

Dass die alte Kaiserstadt die „schönste Kleinstadt Deutschlands“ ist, hat sich wohl inzwischen herumgesprochen. Sie verfügt auch über eine gute Infrastruktur und liegt mitten in der ruhigen und grünen Altmark. Das ist es wohl, was immer mehr Menschen nach Tangermünde und in seine Umgebung zieht, sogar aus der Hauptstadt Berlin.

Ein Dieseltriebwagen fährt an einen Haltepunkt heran, auf dem Reisende warten.
Ein Bahnanschluss ist ein riesiger Pluspunkt bei der Vermarktung eines neuen Baugebietes. Im Bild ein aus Stendal eintreffender Triebwagen der Hanseatischen Eisenbahn. © Günther Krach

Tangermünde – Die, die kommen, wollen am liebsten ein Eigenheim. Also gilt das alte Sprichwort „Stilles Heim, Glück allein“, wohl noch immer. Inzwischen ist das Bauland in und um Tangermünde aber knapp geworden, wurden doch schon etliche Eigenheimsiedlungen gebaut, zuletzt die am „Hohlen Weg“ und der „Feodorapark“, wofür inzwischen aber fast alle Grundstücke vergeben sind. Wegen der hohen Nachfrage wird nun ein weiteres Baugebiet erschlossen, das an der Stendaler Straße, zwischen dem Friedhof und dem Gewerbegebiet gelegen. Die jetzt noch teilweise mit Sträuchern bewachsene Fläche, auf der auch eine alte Lagerhalle steht, ist insgesamt 3,4 Hektar groß. Sie liegt genau gegenüber der Haltestelle der Bahnlinie Tangermünde-Stendal, was schon mal ein Plus für einen Wohnort ist. Zirka 40 Eigenheime hätten darauf Platz. Schon vor zwei Jahren hat der Stadtrat deshalb einen so genannten „Aufstellungsbeschluss“ für das „Baugebiet Stendaler Straße“ gefasst. Der ist die Grundlage für einen Bebauungsplan, der aber noch nicht existiert, also Bauplätze und Erschließungsstraßen noch nicht geplant sind. Was bereits umgesetzt wurde, ist die Abgrenzung der Baufläche vom Umland und der Aufkauf der verschieden großen Flurstücke. Das hat wieder die Immobilien-Gesellschaft der Kreissparkasse erledigt, die das Baugebiet vermarkten will, so wie sie es mit den Baugebieten „Feodorapark“ und Hohler Weg“ gemacht hat.

Langweilige Bungalows mit weißen Fassaden und anthrazitfarbenen Walmdächern bestimmen ein Baugebiet.
Blick in den stark nachgefragten „Feodorapark“, wo schon mehr als ein Dutzend Eigenheime stehen. © Günther Krach

Anfragen von Häuslebauern gibt es schon, denn auch dieses Wohngebiet hat viele Vorteile, nicht nur wegen dem praktisch vor der Haustür liegenden Bahnhaltepunkt. Die Stendaler Straße führt nach zirka 300 Metern auf die B189 nach Stendal. Genauso weit entfernt ist der „Hansepark“, ein Einkaufszentrum, auf dem es neben Baumaterial auch Möbel, Haus- und Gartenbedarf, Bekleidung sowie Lebensmittel und Drogerieartikel gibt. Gleich dahinter gibt es eine Arztpraxis, was besonders für ältere Häuslebauer von Interesse ist. Das Bauland ist an zwei Seiten von Kleingartenparzellen umgeben, das garantiert die gewünschte Ruhe und Abgeschiedenheit. Ein Haus zu bauen ist wegen der derzeitigen Niedrigzinspolitik besonders attraktiv. Wem das an der Stendaler Straße noch zu laut ist, der kann in einen der Tangermünder Ortsteile ziehen, in denen noch preisgünstige Bauplätze zu haben sind. Das Bauen dürfte sich also auch im kommenden Jahr allemal lohnen.

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