Wände des Erdgeschosses stehen bereits

DRK-Tangermünde investiert zwölf Millionen in moderne Pflege

Ein Autokran hebt auf einer Baustelle Betonfertigteile an ihren vorgesehenen Platz.
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Mittels Autokran werden die vorgefertigten und per Lkw angelieferten Fertigelemente an Ort und Stelle gehievt. Die Wände des Erdgeschosses stehen bereits und werden für das Anbringen der Außendämmung vorbereitet.
  • VonGünther Krach
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Der DRK-Kreisverband Östliche Altmark baut an der Straße in Richtung Heeren, gleich neben den DRK-Kinder- und Jugendhäusern „Anne Frank“, wo früher ein Heizraftwerk mit seinem riesigen Schornstein stand, ein neues Altenpflegeheim mit 80 Plätzen.

Tangermünde – Die Menschen werden immer älter. Und mit zunehmendem Alter steigt auch die Pflegebedürftigkeit vieler Menschen. Nicht jeder kann seine Eltern oder Angehörigen in deren gewohnter Umgebung betreuen. Diese Aufgabe übernehmen dann Pflegeheime, deren Plätze immer stärker nachgefragt werden. Drei Pflegeheime gibt es in der Kaiserstadt, die inzwischen aber nahezu ausgelastet sind. Das DRK-Altenpflegeheim „Goldener Herbst“, zwischen Luisen- und Heerener Straße gelegen, ist auch ausgelastet, „entspricht aber so gar nicht mehr den heute geforderten Standards“, war von Viktor Schellert vom DRK-Kreisverband zu erfahren. Deshalb hat sich der DRK-Kreisverband Östliche Altmark für den Neubau einer Pflegeeinrichtung entschieden.

So soll das neue Pflegeheim „Goldener Herbst“ an der Heerener Straße einmal aussehen. Rund zwölf Millionen Euro investiert das DRK in die 80-Plätze-Einrichtung.

Ständig fahren Lkw mit Betonplatten vor, die ein großer Kran an ihre vorbereitete Stelle setzt, genau wie das bereits angelieferte Material für die Außendämmung. Im Dezember 2022 soll der Neubau bezugsfertig sein. Der Weg vom alten ins neue Heim ist zwar nicht weit, wird aber sicher anstrengend. Zwölf Millionen Euro soll das neue Seniorenheim kosten, was nur mit Hilfe von Partnern wie der Kreissparkasse, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Bank für Sozialwirtschaft zu finanzieren ist. Es ist eine weitere große Kraftanstrengung, die der DRK-Kreisverband damit angeht, hat er doch vor einigen Jahren erst sechs Millionen Euro in den Neubau der Kinder- und Jugendhäuser investiert. 2017 waren es 2,7 Millionen Euro für die Kita „Sausewind“, und der Anbau des Gebäudes für die Tagespflege am Objekt „Goldener Herbst“ im Jahr 2019 war auch nicht billig. Dieses Objekt soll übrigens bestehen bleiben und vom DRK weiter genutzt werden. Was aus dem bisherigen „Goldenen Herbst“-Gebäude und Grundstück wird, allesamt Eigentum des DRK, ist noch nicht entschieden. „Für eine Kita eignet sich das Objekt jedenfalls nicht“, gibt Schellert zu bedenken, obwohl die in Tangermünde auch noch fehlt. Über den Neubau einer Kita durch das DRK mit 90 Plätzen auf dem so genannten Elbdreieck (AZ berichtete) ist ebenfalls noch nicht entschieden.

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