Schiess: „Unbedingt offen halten“

Havarie im Tangermünder Freibad: Undichte Stelle noch nicht lokalisiert

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Im Bereich der Rutsche wird nach der undichten Stelle in den Rohrleitungen gesucht.

Tangermünde – Rot-weißes Flatterband grenzt die Rutsche im Tangermünder Freibad ab, darunter liegen Sandberge und Schläuche. Eines der Bänder ist durch das Nichtschwimmer-Becken gezogen. Zu Land sperren mehrere Bauzäune Löcher im Boden ab.

Dietmar Schiess ist merklich unglücklich.

Kein Wunder, denn ein Schaden im Freibad, während das Thermometer über 30 Grad klettert und Besucher Schlange stehen, ist für einen Badbetreiber weiß Gott kein Spaß. „Wir wissen noch nicht, was kaputt ist“, muss der Betriebsleiter der Stadtwerke mit Bedauern zugeben.

Gleich am Beckenrand wird gegraben. Die Baufirma hat alle Hände voll zu tun.

Vor knapp zehn Tagen sei das Problem aufgefallen. Schon zu diesem Zeitpunkt hätten sich die Bodenplatten im Nichtschwimmerbecken nach oben gedrückt. Im Pumpenkeller sei zudem ein kleines Rinnsal entdeckt worden, berichtet Schiess der AZ. „Wir haben die Vermutung, dass es die Rohrleitung ist, die das Becken mit gefiltertem Wasser versorgt.“ Gewissheit gebe es momentan allerdings noch nicht.

Denn die Suche nach der undichten Stelle gestalte sich schwierig. Um das Becken herum könnten nur punktuell Löcher gegraben werden, „sonst würde das Wasser das Becken wegdrücken“, erklärt der Betriebsleiter der Stadtwerke.

Wie schnell das Leck gefunden werde, hänge auch davon ab, wie die Baufirma arbeiten könne. „Ich hoffe, dass sie bleiben können.“ Denn als Notfall sei die Havarie im Freibad zu den eigentlichen Aufträgen des Unternehmens mit dazu gekommen.

Ob das Bad womöglich für einige Tage komplett geschlossen werden müsse, sei momentan noch nicht entschieden. „Es ist schwierig. Wir wollen das Bad natürlich unbedingt offen halten“, beteuert Schiess.

Auszuschließen sei der schlimmste Fall aber nicht. Vorerst müssen Freibadgänger in Tangermünde mit einer Einschränkung im Nichtschwimmerbecken leben. Der Teil des Beckens, welcher an die Baustelle grenzt, und leider auch die Rutsche – sind für Gäste vorerst nicht nutzbar. Im übrigen Badbereich kann weiter nach Herzenslust geplanscht und getobt werden.

VON LAURA KÜHN

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