Optimismus auf der Baustelle „Christophorushaus“: Ab Mitte November soll gefeiert werden

Gemeindezentrum ist rohbaufertig

Die Schilfmatten an der Zwischendecke im ersten Obergeschoss müssen noch mit Putz versehen werden. Foto: Krach
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Die Schilfmatten an der Zwischendecke im ersten Obergeschoss müssen noch mit Putz versehen werden.

Tangermünde. Der Rohbau ist fertig. Anfang Juni war das ehemalige Christophorus-Haus hinter der Stephanskirche, das nun zum Gemeindezentrum der evangelischen Kirche umgebaut wird, noch ein „hohler Vogel“, total entkernt (AZ berichtete).

Alle schadhaften Wände, Decken, Dachbalken, Fenster und Türen waren entfernt worden. Viele alte Balken waren aber bereits durch neue ersetzt oder durch Stahlträger verstärkt, denn das 400 Jahre alte Haus, das älteste innerhalb der Stadtmauer, steht unter Denkmalschutz. Die Dacheindeckung bestand im Juni noch aus großen Planen und der Saalanbau war nur an den neuen Fundamenten zu erahnen. Nun liegt zwar immer noch viel Baumaterial vor der Tür, aber das alte Haus, das lange als Schulhaus, zuletzt nur noch als Lagerraum, genutzt wurde, ist jetzt rohbaufertig.

Das Dach hat seine rotbraunen Biberschwanzziegel bekommen. Alle Fenster aus Holz, natürlich in alter Form mit Balken und Kämpfer, sind bereits eingebaut. Alle Fachwerkwände sind mit Lehmziegeln geschlossen und verputzt. Die Holzbalkendecken tragen an der Unterseite bereits Schilfmatten, die den neuen Putz tragen müssen.

Eine Sondergenehmigung musste für den Saalanbau für circa 100 Personen beantragt werden, weil der im Kern aus Beton besteht, aber noch verkleidet wird. Wasser- und Abwasserleitungen liegen bereits im Haus, von den Decken und Wänden hängen allerlei Elektrokabel, die schon teilweise Anschlüsse bekommen. Auch wie das Haus beheizt werden soll, ist schon zu erkennen. Sind die Maurer, Zimmerer Elektro- und Sanitärfachleute abgezogen, ziehen die Maler und Dekorateure ein. „Wir befinden uns jetzt in der intensiven Ausbauphase“, fasste Bauleiter Volker Goslicki die momentanen Arbeiten zusammen.

Eile ist auch geboten, denn Anfang November soll alles fertig sein, so dass die Eröffnungsparty am 18. November starten kann. „Ich denke, wir halten den Termin“, meinte Pfarrer Jürgen Weinert beim Besuch der AZ. „Auch die 1,2 Millionen Euro für diesen ,Neu-bau‘ sind inzwischen von mehreren Geldgebern beschafft“, ergänzte er. Knapp könne es mit dem Ausbau der späteren Sakristei, einem ehemaligen Wehrgang mit halbrunder Bastion, werden. „Alle am Bau Beteiligten sind aber optimistisch“, verabschiedete der Pfarrer die AZ. Vom kalt gestellten Sekt wollte er aber noch nichts wissen.

Von Günther Krach

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