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Geldsorgen beeinträchtigen Tangermünder Seniorentreff

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Die Senioren tanzen als Pärchen.
Schon vor dem Kulturprogramm der Kinder gibt es Tanzrunden. Der Seniorentreff findet nun wieder im Grete-Minde-Saal statt. © Krach

Bekanntlich treffen sich die Senioren aus Tangermünde und Umgebung seit diesem Jahr nur alle zwei Monate, zuletzt am 20. Juli. Am vergangenen Mittwoch war es wieder so weit.

Tangermünde - Kamen im Juli wegen hoher Temperaturen nur gut 30 Ruheständler, waren es am Mittwoch 54, denn das Wetter war gut, weshalb auch einige Gäste aus Stendal und Genthin dabei waren. Auch sind die Senioren froh, derartige Treffen, nun wieder im Grete-Minde-Saal, besuchen zu können. Geldsorgen prägen das Angebot für Senioren.

„Sie wollen einfach nicht nur zu Hause herumsitzen“, meinte Renate Adloff, Leiterin der Ortsgruppe der Volkssolidarität Tangermünde. „Dass wir den Saal kostenlos nutzen können, ist ja auch gut. Wir müssen aber die Tische und Stühle selbst aufstellen, wobei uns zum Glück Stadtrat Dirk Schulz und einige seiner zu betreuenden Kinder helfen“, berichtete sie.

„Dazu kommen aber noch drei ehrenamtliche Helferinnen, die wir brauchen, um die Bedienung mit Kaffee, Kuchen und diversen Getränken realisieren zu können und die Tische auch wieder abräumen und das Geschirr reinigen zu können“, redete sie sich ihre Sorgen von der Seele.

Adloff war aber froh, dass sie den Saal nun wieder nutzen kann, denn „das Ausweichlokal Störtebeker war wirklich nur eine zweimalige Notlösung“, schaute sie zurück. Schon in der Juli-Veranstaltung im Grete-Minde-Saal hatte sich Adloff öffentlich mit kleinen Geschenken bei den drei Frauen bedankt, die da sind: Eike Fredrich, eigentlich Regionalbereichsbeamte, Marlies Ratzeburg und Sigriet Stolberg.

Die finanziellen Mittel bei der Stadtverwaltung und der Volkssolidarität sind also nach wie vor knapp, weswegen sie ihre zur Verfügung stehenden Gelder nun zusammenlegen, um wenigstens alle acht Wochen ein Treffen für die Senioren organisieren zu können. So reichte es diesmal gerade, um Kaffee und Kuchen zu beschaffen, Blumen für die Geburtstagskinder der vergangenen Wochen, darunter Giesela Sanden (85), zu kaufen und den DJ zu bezahlen.

Konnten früher teils bekannte Schlagersänger oder andere Künstler eingeladen werden, müssen die Organisatoren inzwischen auf heimische „Kräfte“ zurückgreifen. Was zwar Geld spart, aber die Anzahl der Teilnehmer schmälert, was wiederum zu weniger Einnahmen führt. So waren am Mittwoch keine Profis auf der Bühne, sondern „nur“ circa zwei Dutzend Fünfjährige aus der Kindertagesstätte „Die kleinen Ritter“ zu Gast, um die Senioren mit Liedern, Gedichten und Schauspiel zu erfreuen.

Besonders gut kam „Dornröschen“, das Lied vom Piraten und das „Tangermünde-Lied“ an. Zwei große Körbe voller Süßigkeiten und kleine Märchenbücher waren der Dank für die Vorstellung. Mit Tanzrunden, musikalisch wieder begleitet von DJ „Ricooo“, ging der Seniorentreff zu Ende. Der nächste Treff ist dann schon die „Vorweihnachtsfeier, die am 23. November stattfinden wird und bei der es sogar ein Schwein am Spieß geben wird“, war noch zu erfahren.

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