Garage wird zum „Problem“

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Die Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe Tangermünde nahmen am Freitagabend ihr neues Einsatzfahrzeug offiziell in Dienst. Damit hat der alte VW-Transporter Typ T3 endlich ausgedient. Möglich wurde dies dank Fördergeldern in Höhe von 22 500 Euro.

Tangermünde - Von Matthias Kuhn . Stolz zeigte sich Dietmar Schiess, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Tangermünde, auf das Erreichte im vergangenen Jahr. Während der Hauptversammlung im historischen Rathaussaal der Kaiserstadt zog er, zusammen mit seinen Vorstandsmitgliedern Bilanz, legte Rechenschaft vor den Mitgliedern ab.

Doch wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Insbesondere bemängelte der Vorsitzende fehlendes Engagement bei einem Teil der Mitglieder, sah die Hauptlast der Aktivitäten in erster Linie bei den Einsatztauchern. Die ermahnenden Worte richteten sich hauptsächlich an „unsere jüngeren Kameradinnen und Kameraden“, die sich stärker „einbringen“ mögen. Insgesamt sind 147 Aktive in der DLRG-Ortsgruppe organisiert. 84 Erwachsene und 63 Kinder und Jugendliche sind es laut Bilanz genau. Im vergangenen Jahr kehrten 17 Mitglieder der Ortsgruppe den Rücken, elf neue Engagierte konnten in den Reihen begrüßt werden. Ebenfalls kein Grund zum Klagen gebe es bei den Qualifikationen der Mitglieder. Diese könne sich sehen lassen, so der Ortsgruppenchef.

Besonders erfreut zeigten sich die anwesenden Mitglieder darüber, dass das alte Einsatzfahrzeug, ein VW Transporter Typ T3, nun ausgedient hat. Schiess nahm die Hauptversammlung am Freitag zum Anlass, das neue Einsatzfahrzeug, einen Mercedes Sprinter, offiziell in Dienst zu stellen. Rund ein Jahr habe es gedauert, bis der Fördermittelantrag vom Land genehmigt wurde. Unterstützt wurde die Anschaffung mit 22 500 Euro Fördergeld. Aus den eigenen Reihen flossen nochmals 10 000 Euro ins neue Einsatzfahrzeug, das von Jens Dittberner, Technischer Leiter der Ortsgruppe, und Dominik Führmann für die Anforderungen der Ortsgruppe umgebaut wurde. Unterstützt wurden die beiden auch von Andreas Langer sowie einem Stendaler Autohaus an der Arneburger Straße. Allen Beteiligten dankte Schiess herzlich.

Mit Sorgen blickte der Ortsgruppenvorsitzende auf die räumliche Situation, sprach von einem „Problem“, dass „uns wohl in Zukunft noch beherrschen“ wird. Die Halle, die die DLRG-Ortsgruppe an der Bahnhofstraße gepachtet hat, wurde Mitte Januar an einen neuen Eigentümer verkauft. Zwar sei der Pachtvertrag von diesem Wechsel nicht betroffen, doch wurde das Tor, dass vom DLRG finanziert wurde, mitverkauft. Es gebe „erheblichen Gesprächsbedarf“, so Schiess. Denn es sei zu vermuten, dass die Ortsgruppe ihre Investitionen in die Halle nicht erstattet bekommt. Und dieses würde dann für den möglichen Kauf einer Garage an der Meyerstraße fehlen. Damit stehe die Frage im Raum, wo zukünftig die Technik der Ortsgruppe im Werte von rund 100 000 Euro untergebracht werden soll, damit die Einsatzbereitschaft erhalten bleibe. Schiess bat in dieser Angelegenheit um Unterstützung durch Stadt und Landkreis.

Zum Schluss entlasteten die Mitglieder den Vorstand, billigten den Haushaltsplan fürs laufende Jahr.

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