Neubau statt Sanierung für das Bauwerk

Frost verzögert Bauarbeiten an der Polittenbrücke

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Die Polittenbrücke ist seit Anfang des Monats gesperrt. Momentan verzögern die frostigen Temperaturen die Bauarbeiten. In der kommenden Woche soll mit den Arbeiten an der Schleusenbrücke begonnen werden.

Tangermünde – Hochwasserspuren aus dem Jahr 2013 gilt es auch heute noch zu beseitigen. Anfang Januar wurde mit den Bauarbeiten an der Polittenbrücke begonnen.

Nun soll am 28. Januar mit den Arbeiten an der Schleusenbrücke losgelegt werden, informiert Verwaltungsmitarbeiter Karsten Lemke.

Während Letztere der beiden Flussüberquerungen einer Verjüngungskur unterzogen wird, soll die Polittenbrücke einem Neubau weichen. „Der Sanierungsaufwand wäre größer gewesen als bei einem Neubau“, erklärt Lemke den Schritt, der auch bei der Nachtweidenbrücke und der Tangerbrücke getan werden musste.

Trotz aller Pläne machen die frostigen Temperaturen den Bauarbeiten derzeit einen Strich durch die Rechnung. „An sich könnte man gut bauen“, erklärt Lemke. Doch derzeit müssten die Spundwandkästen vor und hinter der alten Brücke in die Erde gerammt werden. Bei diesen Temperaturen würde die neue Dichtung nicht mitspielen. Eine Verzögerung von einer Woche würde dies nach momentaner Planung hervorrufen.

Um dem Hochwasser in Zukunft ein Schnippchen zu schlagen, sollen die tragenden Teile der Brücke aus einem Stück gegossen werden. Die Auftragssumme für das Projekt aus dem Jahr 2016 betrage rund 430 000 Euro, berichtet Lemke weiter. Änderungen in den anfallenden Kosten seien nicht auszuschließen, denn „eigentlich liegen wir wegen der Tangerbrücke ja schon zwei Jahre im Verzug“.

Ursprünglich sollte die Tangerbrücke bereits im Jahr 2016 fertiggestellt werden. Stattdessen konnten Fußgänger, Angler und Landwirte den Flussüberweg erst im Juni 2018 wieder benutzen. Probleme mit dem Untergrund, den Temperaturen und der Baufirma haben die Arbeiten lange hinausgezögert.

Sowohl die Polittenbrücke, als auch die anderen Flussüberquerungen werden zu 100 Prozent gefördert.

VON LAURA KÜHN

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