Trotz Konsolidierung werden weitere Projekte in Tangermünde angepackt

Frischekur für alte Straßen

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Auch im Dichterviertel, wie hier an der Schillerstraße, soll sich etwas in diesem Jahr tun. Eine mögliche Sanierung ist Teil der aktuellen Haushaltsberatungen. Im Februar soll der Tangermünder Haushalt verabschiedet werden.

Tangermünde. In zahlreichen Kommunen ist es zu hören, dieses eine Wort, das den Stadträten und Kämmerern oft einen Strich durch die Rechnung macht: Haushaltskonsolidierung.

Und obwohl die Tangermünder Einheitsgemeinde zu den gut wirtschaftenden Kommunen gehört, kommen auch die Elbstädter nicht um eine Konsolidierung herum. Doch immerhin: Auch im neuen Jahr soll investiert werden. „Wenn der Finanzplan ausgeglichen bleibt, dann sollten die Investitionen kein Problem sein“, erklärte Kämmerer Dr. Wilhelm Peters während der beginnenden Haushaltsberatungen vor dem Hauptausschuss und dem Stadtrat im Dezember.

Zudem sollen sich die Investitionen im Idealfall selbst tragen, unter anderem mit der Hilfe von Fördermitteln. Auch sollen die Gebäude der alten Bibliothek an der Arneburger Straße und des Ordnungsamtes an der Lindenstraße verkauft werden (die AZ berichtete) und zur Deckung der Investitionskosten eingesetzt werden.

Vor allem innerhalb der alten Stadtmauern soll der Straßenbau weitergehen. Der vierte Bauabschnitt der Langen Fischerstraße soll in diesem Jahr über die Bühne gehen, auch der Straßenkörper der Lehrerstraße ist eingeplant. Für die Stadtmauer an der Lehrerstraße sind im Haushalt 160 000 Euro veranschlagt. Doch damit ist es für die Stadtmauer natürlich nicht getan. Insgesamt sind im Haushalt 2013 für die Abschnitte Töpferstraße bis Comenius-Grundschule, Pfarrhof und Neumannscher Hof sowie Schäferstraße und Comenius-Schulhof 580 000 Euro veranschlagt. Die Tilgung soll bis zum Jahr 2017 abgeschlossen sein.

Das größte Bauvorhaben, auch gekennzeichnet mit der Priorität Eins, also „unumstritten durchzuführen“, ist die Kindertagesstätte Luisenstraße. Inklusive Mobiliar schlägt sie bis zum Jahr 2014 mit circa 2,1 Millionen Euro zu Buche. Auch die grundhafte Sanierung der Goethe-, der Herder- und der Querstraße stehen an.

In den Ortsteilen wurden vor allem Ausgaben für den Brandschutz einkalkuliert. In Langensalzwedel, wo es keine eigenständige freiwillige Feuerwehr mehr gibt, soll das Gemeindebüro für circa 11 000 Euro zu einem Feuerwehrvereinshaus umgebaut werden. Neues Mobiliar soll es unter anderem in den Kindertagesstätten Hämerten und Buch geben.

Von Berit Wagner

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