Neujahrsempfang von Bismarckstiftung und der Gemeinde Schönhausen

Freund des „Eisernen Karls“

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Die Vertreter des öffentlichen Lebens genossen einen ruhigen Abend im Schönhausener Bismarck-Museum, lauschten einem Exkurs über die Jugend des letzten deutschen Kaisers.

ct Schönhausen. Im wahrsten Sinne bis unter das Dach gefüllt war am Dienstagabend das Bismarck-Museum in Schönhausen.

Ortsbürgermeister Alfons Dobkowicz und Rüdiger Kass, Vorsitzender der Bismarck-Stiftung, begrüßten zahlreiche Einwohner sowie Vertreter des öffentlichen Lebens, allen voran Innenminister Holger Stahlknecht und Landrat Jörg Hellmuth (beide CDU), zum gemeinsamen Neujahrsempfang.

Dobkowicz nutzte die Gelegenheit, sich insbesondere bei den Gewerbetreibenden in der Gemeinde und den ehrenamtlich Tätigen zu bedanken. „Gemeinsam machen wir unseren Ort attraktiver“, sagte er. Respekt für das Geleistete zollte der Innenminister. Stahlknecht nannte in diesem Zusammenhang die im vergangenen Jahr geschaffene Schnittstelle zwischen Bus und Bahn, den begonnenen Umbau der alten Schule in ein kommunales Bürgerzentrum und das für 2012 geplante Kirchweihfest. Der Minister würdigte das Engagement der Bismarck-Stiftung und outete sich als Fan des “Eisernen Kanzlers“. Otto von Bismarck habe im ausgehenden 19. Jahrhundert nicht nur das Land geeint, sondern mit seinen sozialen Reformen auch die Grundlagen für die heutige soziale Marktwirtschaft gelegt. „Für uns hat der Standort Schönhausen eine besondere Bedeutung“, sagte Stiftungsvorsitzender Rüdiger Kramm. Er verwies darauf, dass die Bismarckstiftung als einzige der fünf bundesweiten Politikerstiftungen neben dem Hauptsitz in Friedrichsruh (bei Hamburg) auch in den neuen Bundesländern vertreten ist und lobte die gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen vor Ort, dem Landkreis und der Landesregierung. Von dem mit der Gemeinde geschlossenen Kooperationsvertrag profitierten beide Seiten, so Kramm. Über 8000 Gäste konnten im vergangenen Jahr zu den Veranstaltungen der Stiftung in und um Schönhausen begrüßt werden. Die Arbeit werde in den kommenden Jahren intensiviert. Die Vorbereitungen des Bismarck-Gedenkjahres stellten eine große Herausforderung dar. Otto von Bismarck wurde am 1. April 1815 in Schönhausen geboren. Einen Exkurs in die Bismarck-Zeit bot Ulf Morgenstern. Sein Vortrag „Setzen 5! Kaiser Wilhelm II. als Schüler“ beleuchtete auf unterhaltsame Weise die Jugend des letzten Deutschen Kaisers.

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