Erste Prunksitzung zur 39. Session des Tangermünder Carneval-Vereins kommt gut an

Von „Flitzer-Blitzern“ und „Speckbullen“

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Die Garde begeisterte die Gäste im Grete Minde-Saal mit einer feschen Hüttengaudi im Dirndl. Die Akteurinnen hatten sichtlich Spaß an der Präsentation.

gk Tangermünde. Pünktlich um 19. 19 Uhr „läutete“ die Konfetti-Kanone die 39. Session des Tangermünder Carneval-Vereins (TCV) am Wochenende im Grete-Minde-Saal mit einem Donnerschlag ein.

Die Garde, der Elferrat mit sieben Mitgliedern und die TCV-Singers marschierten ein. Präsident Knut Oldenburg begrüßte alle Gäste herzlich und bat die TCV-Singers um das Motto-Lied der nun schon 39. Session. „Wir brauchen kein Kölle, wir brauchen kein Mainz, für uns ist Tangermünde die Nummer eins“, sangen sie.

Prinzenpaar Marcel der Zweite und Nancy die Erste riefen zur Kussfreiheit aus. Das war der Startschuss zur 39. Session des TCV.

Dann führte die Funkengarde das Prinzenpaar Marcel der Zweite und Nancy die Erste auf die Bühne, die mit der Proklamation und der Kussfreiheit eine tolle Zeit versprachen. Das Prinzenpaar nahm in der Loge Platz, und die „Blauen Funken“ eröffneten das dreistündige Programm mit ihrem Gardetanz. Schlag auf Schlag ging es bis 22.30 Uhr weiter, oft in tollen Kostümen, nur unterbrochen von der Ordensverleihung und einigen Tanzrunden zur Auflockerung. Faschingsorden bekamen auch Präsident und Prinz des Wahrburger Carneval-Clubs sowie langjährige Sponsoren, darunter der ehemalige Besitzer des „Elbpark“, Eberhard Könneke.

Die „lustigen Omis und Opis“ hatten mit ihrem Auftritt die Lacher auf ihrer Seite.

Den größten Beifall bei dem langen Programm ernteten die „Flitzerblitzer“, das Kinderballett, „Die lustigen Omis und Opis“, eine gemischte ältere Truppe mit Rollatoren im Altenheim, die bei passender Musik („Ich wollte nie erwachsen sein“) wie Kinder spielten, nach der Einnahme von Vitalis aber sehr ausgelassen agierten. Aber auch die Garde mit ihrem Showtanz „Hüttengaudi“ und natürlich das Männerballett, auch „Speckbullen“ genannt, kamen gut an. Als Stewardessen waren sie verkleidet und es kam die Behauptung auf, dass sie „bei Air Berlin die Pleite herbeigeführt“ hätten.

Bunte Kostüme waren beim Kinderballett zu bestaunen.

Neu in diesem Jahr waren die Büttenreden. Nils Waclawczik und Ashley Steinke hatten den Mut dazu. Während Ashley über die möglichen Wirren des Karnevals sprach, träumte Nils von einer Fußballer-Karriere. Aber auch Larissa und Joyce überzeugten als Mariechen-Tanzpaar, Rüdiger Behricke und Anett Teller als Roland Kaiser und Maite Kelly mit dem Lied „Warum hast du nicht nein gesagt“ sowie das Showballett mit „School’s Out“.

Die Stimmung im Saal, der nicht ganz voll war, wurde mit fortschreitender Zeit immer besser. Tolle Kostüme waren zu sehen, aber kaum aus den 70er und 80er Jahren, trotz Mottoparty. Michael Brandt und sein Helfer Bastian Zeller sorgten den ganzen Abend über für eine flotte musikalische Begleitung. Am kommenden Sonnabend, wieder um 19.19 Uhr im Minde-Saal, steigt die zweite Prunksitzung, am Sonntag ab 15 Uhr der Kinderfasching.

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