Lagerhallen entstehen an Arneburger Straße / Arbeiten sollen im Juni 2013 abgeschlossen sein

Firma investiert 3,7 Millionen Euro

Gemeinsam hoben Geschäftsführer Thomas Sturm (5.v.l.) und Carsten Wulfänger die erste Erde mit dem Spaten.
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Gemeinsam hoben Geschäftsführer Thomas Sturm (5.v.l.) und Carsten Wulfänger die erste Erde mit dem Spaten. An Ort und Stelle sollen für 3,7 Millionen Euro neue Lagerhallen entstehen.

Tangermünde. Der erste Spatenstich für eine weitere Lagerhalle der Firma Sturm in Tangermünde ist getan. Dafür reiste auch Carsten Wulfänger, Stellvertreter des Landrates, an. Diese Lagerhalle ist die erste von weiteren Investitionen, die durch die Firma getätigt werden soll.

Das Bauvorhaben umfasst ein Investitionsvolumen von 3,7 Millionen Euro. Das Land Sachsen-Anhalt bezuschusst das Bauvorhaben mit 35 Prozent. Somit werden die derzeit 50 000 Quadratmeter Lagerfläche erweitert. Die Halle, deren Baubeginn mit dem symbolischen Spatenstich begonnen wurde, soll im Februar 2013 fertiggestellt werden. Die Förderanlage, mit der die Lagerstätte ausgestattet werden soll, wird von einer Tangermünder Firma installiert. Das gesamte Projekt soll im Juni 2013 abgeschlossen werden. Nicht nur für die elbestädtischen Betriebe, die an der Verwirklichung der Investition teilhaben dürfen, hat das Bauvorhaben positive Konsequenzen. Auch neue Arbeitsplätze entstehen in der Kaiserstadt. Von momentan 70 Mitarbeitern wird die Belegschaft auf 84 erhöht. Auch ein permanenter Ausbildungsplatz wird geschaffen. „Wir sind an gut ausgebildetem Fachpersonal interessiert“, erklärt Steffen Buddy, kaufmännischer Betriebsleiter. Seit 1990 ist die Firma bereits in Tangermünde ansässig. Damals übernahm Thomas Sturm das Gelände an der Arneburger Straße, eröffnete eine Zweigniederlassung seines Unternehmens in Rottenburg. Seit den 1980er Jahren gibt es eine Außenstelle in Texas in den USA.

Das Firmengelände ist geschichtsträchtig, gehörte es doch einst zum alten Faser- und Spanplattenwerk und davor zur Zuckerraffinerie des Friedrich Theodor Meyer. Sturm erinnerte während des Spatenstichs auch an die noch weiter zurückliegenden Geschehnisse auf diesem Gelände. So berichtete er von einem Fluch, der auf dem ehemaligen Fischerdorf Carlbau gelegen hätte. Auf diesem Areal wurde damals 1619 angeblich die Grete Minde nach ihrer Verurteilung verbrannt. Sturm hofft allerdings, dass der alte Fluch doch endlich Schnee von gestern ist und der heilige Florian, Schutzpatron für die Abwendung von Feuer, ein Augenmerk auf das Gelände legt.

Von Berit Wagner

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