Mit Körner und Kissen trainiert

Feuerwehr Tangermünde bildet Nachwuchskräfte zum 15. Mal aus

Beim Truppmann-Lehrgang in der Kaiserstadt sind 20 Kräfte im Einsatz gewesen.
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Beim Truppmann-Lehrgang in der Kaiserstadt sind 20 Kräfte im Einsatz gewesen.

Tangermünde – In beiden Teilen der Truppmann-Grundausbildung machen sich Ehrenamtliche mit dem Feuerwehr-Einmaleins vertraut. Aufbauend sind weitere Ausbildungen nötig, teilweise im Institut für Brand- und Katastrophenschutz (IBK) Heyrothsberge.

Die Ausbildung „Technische Hilfeleistung“ wird an verschiedenen Standorten im Landkreis angeboten. Sie umfasst 35 Unterrichtsstunden, die an zwei Wochenenden absolviert werden. Zu Beginn steht die Theorie, gefolgt von der Praxis, einer schriftlichen Leistungskontrolle sowie einer Einsatzübung. Als Technische Hilfeleistung gelten bundesweit Maßnahmen zur Abwehr von Gefahren für Leben, Gesundheit oder Sachen, die aus Explosionen, Überschwemmungen, Unfällen und ähnlichen Ereignissen resultieren.

An den letzten beiden Wochenenden fand in Tangermünde im Feuerwehrdomizil und auf dem Übungsgelände Lüderitzer Straße diese Ausbildung statt – bereits zum 15. Mal. Dies stehe für eine gute Ausbildung der Brandschützer durch Kameraden der Tangermünder Ortswehr.

Mit dabei waren 20 Kräfte aus dem Landkreis. Sie lernten mit den zur Verfügung stehenden Mitteln, effektiv eine Rettung von Personen zum Beispiel bei Unfällen durchzuführen. Es kamen Hebekissen zum Einsatz. Auch hier war das richtige Unterbauen, diesmal mit Holzteilen, für die eigene Sicherheit und die des zu Rettenden vorrangig. Die Unterweisung zur Handhabung von Motorkettensäge, Plasmaschneidgerät, Trennschleifer und der hydraulische Rettungssatz standen ebenso auf dem Plan wie Stiche und Bunde. So war es für die Brandschützer einfach, mittels bestimmter Knoten und zwei Steckleiterteilen diese so zu verbinden, dass ein Kamerad auf der einen Seite hinauf und auf der anderen hinunterklettern konnte.

Die Übungsfahrzeuge, allesamt abgemeldete Schrottautos, stellte der Landkreis zur Verfügung. An der Karosserie wurde gesägt und mit der Trennscheibe trainiert. Ein weiteres Fahrzeug bearbeiteten die Aktiven mit einem Körner, um die Scheiben zu öffnen sowie mit Schere und Spreizer.

VON UTE KRUG

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