Entenmütter legen ihre Eier zusammen

Fedriger Kindersegen geschlüpft: Flug-Ente brütet 32 Küken aus

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Die Entlein leben auf dem Hof des Heimat-Hauses Tangermünde und sind die „Lieblinge der Bewohner“.

Tangermünde. „Ich habe wohl das Entenzüchterergebnis des Jahrzehnts erzielt“, freut sich Dirk Schulz vom Geflügelzüchterverein Tangermünde. Eine seiner Flug-Enten hat kürzlich 32 Küken ausgebrütet.

Dirk Schulz ist stolz: Gleich 32 Enten-Küken sind vor 10 Tagen aus ihren Eiern geschlüpft.

Ein bemerkenswertes Ergebnis, so Schulz, schließlich seien zehn bis 15 Jungtiere normal. Das mehr als 30 Eier ausgebrütet werden, damit hätte er selbst nicht gerechnet. „Eigentlich wären es sogar 34 gewesen. Aber zwei haben das Schlüpfen leider nicht überlebt“. Wie es zu dem Segen an jungem Federvieh gekommen ist, berichtet er ebenfalls: „Da haben vier Enten alle ihre Eier in das gleiche Nest gelegt.“ Irgendwann habe sich dann einfach eine Ente auf dem Nest niedergelassen und zu brüten begonnen. Und der Geflügelzüchter hat das Tier gewähren lassen. „Ich wollte der Natur freien Lauf lassen“. Außerdem sei es nicht klug, ein brütendes Tier wieder aufzuschrecken. Dies könnte nämlich ziemlich aggressiv werden, so Schulz.

Die 10 Tage alten Küken können nun die frische Luft auf dem Hof des Heimat-Hauses Tangermünde genießen. Dort gehören die Entlein neben 20 Hühnern, einer Katze, einem Hund und fünf weiteren Flug-Enten zum festen Inventar von Haus und Hof.

Das Heimat-Haus Tangermünde ist eine Form des betreuten Wohnens für Menschen, welche zwar körperlich mobil sind, aber eine leichte geistige Einschränkung haben. „Wir möchten, dass hier nicht nur gewohnt, sondern gelebt wird“, erklärt Schulz das Konzept. Zusammen mit seiner Frau habe er ein Umfeld schaffen wollen, dass die Menschen glücklich macht. Der Standort in Tangermünde mit dem über 2000 Quadratmeter großen Grundstück vereine die Vorzüge der Stadt mit ländlichem Idyll.

Auch die Tiere tragen dazu bei, dass ländliche Gefühl zu vermitteln. Wie Schulz der AZ mitteilt, werden die pelzigen und gefiederten Mitbewohner gut von den Bewohnern des Projektes angenommen. Insbesondere die Entlein hätten es ihnen angetan. „Sie sind die Lieblinge der Bewohner“.

Natürlich können nicht alle der 32 Entlein behalten werden. Im Dezember werden einige von ihnen als Weihnachtsbraten für Privatpersonen und befreundete Unternehmen herhalten.

Von Laura Kühn

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