Bauverzögerungen durch fehlerhafte Planung / Tangerbrücke wohl bald wieder nutzbar

Fast drei Jahre für zwei Brücken

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Die Tangerbrücke am Wohnmobilstellplatz an der Magdeburger Straße soll bald wieder nutzbar sein. Seit dem 7. Juli 2015 ist sie schon für den Verkehr gesperrt. 

Tangermünde. Auf dem Sperrschild vor der Tangerbrücke am Wohnmobilstellplatz steht geschrieben: „Tangerbrücke und Nachtweidenbrücke ab 19. 07. 2015 gesperrt“.

Das lässt den Schluss zu, dass seit Beginn der Komplettsanierung der zwei kleinen Brücken über den Tanger nun schon fast drei Jahre ins Land gegangen sind.

Am Geld liegt es wohl nicht, dass die Bauarbeiten noch immer andauern. Denn die Brücken werden zu 100 Prozent aus dem Hochwasserfonds finanziert, da das Hochwasser von 2013 sie beschädigt haben soll. Wegen der schleppenden Bereitstellung des Geldes zu Beginn ist die Stadt teilweise in Vorleistung gegangen, um die Bauverzögerungen nicht noch größer werden zu lassen. Die Verzögerungen beim Bau durch fehlerhafte Planung (Untergrundprobleme im Tangerbett) konnte die Stadt aber nicht beeinflussen. Deswegen und aufgrund weiterer Probleme sind nun fast drei Jahre vergangen.

Nun zeichnet sich aber eine baldige Fertigstellung ab, zumindest für die Brücke am Wohnmobilstellplatz. Einer der vielen Subunternehmer, eine Straßenbaufirma aus Halberstadt, ist jetzt dabei, die Regenwasserabläufe für die Brücke und die angrenzenden Zu- und Abfahrten zu installieren. Die sogenannten Kaskaden, gepflasterte Rinnen, sind im Bau. Eine Treppe bis unter die Brücke hat die Firma bereits angelegt. Den Abschluss der Arbeiten an beiden Brücken bildet eine geschlossene Asphaltdecke über die gesamte Brücke, einschließlich der Zufahrten. Dieser Schritt soll in den nächsten Tagen erfolgen. An der Nachtweidenbrücke hinter dem Klärwerk fehlen aber noch die Kaskaden.

Ob die Deckschicht der Brücke am Hafen, im Volksmund Schleusenbrücke genannt, nun auch erneuert wird, muss noch beraten werden. Die Stadtverwaltung entscheidet darüber am 22. April in Absprache mit dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) und dem Baubetrieb, der bereits an der Brücke tätig war.

Von Günther Krach

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