AWO-Fahrer schwärmen von ihren Modellen / „Eine besondere Maschine“

Eine eingeschworene Gemeinschaft

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Detlef Pasenau auf einer 250er Sport-AWO, Baujahr 1960, in seinem Museum in Alt Zeschdorf (Brandenburg).

gk Tangermünde. Warum heißt die AWO eigentlich AWO? „Als die Russen das Werk in Suhl nach 1945 übernahmen, nannten sie es Awtowelo, woraus später AWO wurde“, weiß Frank Barby.

Er ist der Initiator und Organisator einer 20 Mann starken Truppe, die sich seit April vergangenen Jahres regelmäßig zum Stammtisch trifft. Es ist eine lose Verbindung von AWO-Fahrern aus Stendal, Tangerhütte, Kehnert, Groß Schwarzlosen, Hassel, Krusemark, Tangermünde und Nennhausen.

Noch darf Teo nur im Beiwagen mitfahren, aber bald ... Hier gratuliert Frank Barby dem Sohn von AWO-Stammtisch-Mitglied Matthias Schulze aus Groß Schwarzlosen zum 13. Geburtstag.

In der Kaiserstadt sind drei Fans dieser Motorradmarke Mitglied des Stammtisches – Andreas Richter, Peter Isenthal und Frank Nowak. Letzterer hat seine Maschine in den vergangenen Jahren neu aufgebaut, um dabei zu sein. „Die AWO ist eine besondere Maschine, zu DDR-Zeiten die einzige mit Viertaktmotor“, schwärmt Richter. „Sie war neben der MZ BK auch die einzige, deren Hinterrad durch eine Kardanwelle angetrieben wurde“, ergänzt Isenthal.

Der Bau der AWO begann 1949, endete aber schon im Jahr 1961. Die heute noch existierenden Maschinen sind also mindestens 69 Jahre alt. „Sie laufen aber immer noch gut“, meint Meiken Sellhusen aus Stendal, der eine Sport-Awo aus dem Jahr 1961 in original schwarzer Farbe besitzt. „Gefahren wird im Winter kaum, da wird die Maschine repariert und gepflegt“, erzählt der 72-jährige Peter Schmidt aus Kehnert, dessen Modell von 1956 stammt.

Die monatlichen Treffen gibt es allerdings auch im Winter. Diesmal stand ein Geburtstag an – Teo, Sohn von Matthias Schulze (50) aus Groß Schwarzlosen, der eine maronrote AWO mit Beiwagen von 1959 hat, in dem Teo oft mitfährt, wurde 13 Jahre jung. Mit dem Motorrad fahren darf Teo noch nicht, aber er freut sich schon darauf.

Die Mitglieder des Stammtisches wissen übrigens genau, wer im Landkreis eine AWO besitzt, auch wenn sie noch in Einzelteilen im Keller liegt. Sie hoffen, dass diese Liebhaber einmal zu ihnen stoßen.

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