Urlauber kommen mit ihren Wohnmobilen regelmäßig nach Tangermünde

„Ein schön angelegter Stellplatz“

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Den Caravan-Stellplatz in Tangermünde gibt es nach Angaben der Stadt seit 1998. In den 20 Jahren hat die Fläche in der Nähe des Tangers und des Hafens schon eine Menge miterlebt, wie das Hochwasser 2013.

Tangermünde. Wer hätte bei der Eröffnung schon sagen können, wie sich der Tangermünder Caravan-Stellplatz entwickeln würde? Heute, 20 Jahre später, sind Akzeptanz und Nutzungsgrad der Fläche am Tanger unbestreitbar.

Urlauber aus weiten Teilen Deutschlands kommen mit dem Wohnmobil in die Kaiserstadt und belegen den ein oder anderen der 30 Stellplätze, denn „Hier ist es so schön ruhig“, verkünden Reisefreudige immer wieder auf AZ-Anfrage.

Mitarbeiter des Bauhofs sorgen dafür, dass der Platz in einem guten Zustand bleibt.

Rosemarie und Peter Witthoefft aus der Nähe von Hamburg sind Besucher der ersten Stunde, haben den Stellplatz in seinen jungen Jahren erlebt. Damals hätte es dort einige Randale gegeben, berichten sie. Doch der Platz hätte sich gemausert und insbesondere die Vertrautheit der Kaiserstadt sei etwas, worauf sich das Paar bei seinen Besuchen in der Altmark besonders freuen würden – allem voran der Abstecher zum Metzger in Tangermünde, um frisches Frühstücks-Mett zu kaufen.

Das Ehepaar gehört damit zu einer Minderheit von rund 680 Menschen, die den Caravanplatz im ersten Jahr der Verwaltungsaufzeichnungen (1999) besucht haben. Heute sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Mehr als 12 000 Besucher hat die Stadt im Jahr 2017 verzeichnet.

Zu ihnen gehört auch Familie Wobig. Bereits zum fünften Mal in Folge verschlägt es die Anklamer auf die Stellfläche in Hafennähe. Dabei kam der Erstbesuch der Gäste aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald im denkbar ungünstigen Jahr 2013. „Da war das Hochwasser gerade wieder abgeklungen“, erinnern sich die Eheleute. Davon ließ sich das Paar aber nicht beirren.

Der Einschnitt in diesem Flutjahr wirkte sich auch nicht dauerhaft auf die Belegung des Platzes aus. Nicht nur die Stadtverwaltung, sondern auch die Urlauber berichten davon, wie sauber und gut gepflegt die Stellfläche wahrgenommen wird.

„Ein schön angelegter Stellplatz“, bestätigen Dagmar und Günter Beck. Über Mund-zu-Mund-Propaganda und den Stellplatzführer sei das Ehepaar auf das Reiseziel Tangermünde gestoßen. Oft bleiben die Wohnmobilisten nicht lange. Nach Angaben der Stadt seien es im Durchschnitt weniger als zwei Tage. Aber spielt das eine Rolle? Denn eines hat der Rundgang über den Caravan-Platz gezeigt: Sie kommen alle gern nochmal wieder.

Von Laura Kühn

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