In Kürze geht sie wieder in Betrieb

Sporthalle Buch saniert – Nur die Markierungen fehlen noch

Eine Frau steht mutterseelenallein in einer riesigen Sporthalle.
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Bauingenieurin Sybille Wilke überprüft den neuen Fußboden in der Bucher Sporthalle noch einmal auf Herz und Nieren und lässt die doch umfangreicher gewordene Sanierung noch einmal Revue passieren. Noch im September soll der Sportbetrieb wieder aufgenommen werden.
  • VonGünther Krach
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Im Sommer vergangenen Jahres meldete Buchs Ortsbürgermeister Günter Rettig (Linke) bei Tangermündes Bauhof-Leiter Schäden am Parkettfußboden der Dorf-Sporthalle. Das Parkett hatte sich an einigen Stellen angehoben. Der Bauhofleiter schaute sich den Schaden an und bestätigte Handlungsbedarf. In der Zwischenzeit hat sich viel getan: Die Sanierung ist abgeschlossen, in Kürze kann sie wieder dem Betrieb übergeben werden.

Buch – Mit Hilfe des städtischen Bauamtes wurden Angebote zur Reparatur eingeholt und damit die Kosten kalkuliert. Einschließlich von maximal 80 000 Euro Fördermittel kam man auf 115 000 Euro, die gebraucht würden, was für die Stadt einen Eigenanteil von 35 000 Euro bedeuten würde. Das war gerade noch bezahlbar und wichtig, denn die Halle wird nicht nur von Sportvereinen des Ortsteils, sondern weiterer Ortsteile und der Kita in Buch genutzt. Auf der Grundlage des Leitungsverzeichnisses der Bauingenieurin Sybille Wilke begannen die Reparaturarbeiten durch die beauftragte Firma im Oktober, die eine Teilreparatur des Parketts vorsahen. Aber schon nach wenigen Tagen war klar, der Unterbau unter dem Parkett, noch aus DDR-Zeiten, ist nicht nur an einigen Stellen defekt, sondern auf der gesamten Hallenfläche, die zirka 260 Quadratmeter beträgt. Die Arbeiten wurden eingestellt. „Was nun?“, fragte sich nicht nur der Ortsbürgermeister, zumal mit dem Geld sogar noch die Hallenwände gestrichen werden sollten. Es musste also neu kalkuliert werden. Die Frage nach weiteren Fördermitteln kam auf und eine Spezialfirma musste gefunden werden, denn nun war eine Generalinstandsetzung des Fußbodens einschließlich eines Kunststoffbelages über dem neuen Unterbau im Gespräch. Mit der Klärung dieser Fragen ging der Winter ins Land. Mitarbeitern des städtischen Bauamtes stellten neue Förderanträge, erstellten neue Ausschreibungen für die Arbeiten – kurzum, sie planten alles neu, denn „die Halle muss saniert werden, weil sie gebraucht wird“, sagte damals schon Karsten Lemke vom Bauamt.

Auch Stadtverwaltungsmitarbeiterin Ariane Günzel (hinten) vom Fachbereich Finanzen und Investitionen ist vom neuen Fußboden begeistert.

Im Frühjahr dieses Jahres begannen die Arbeiten also erneut. Der komplette Unterbau unter dem Parkett, Spanplatten, Estrich und eine defekte Feuchtigkeitssperre wurden entfernt, nachdem auch das Parkett aufgenommen worden war. Auf das noch intakte Fundament wurde ein neuer Sportfußboden-Aufbau eingebracht, jetzt nach aktuellen Regeln der Technik.. Anfang dieser Woche konnten die Arbeiten abgeschlossen werden. Jetzt fehlen nur noch die Markierungen auf dem Kunststoffbelag für die verschiedenen Sportarten. „Wie hoch nun die Abschlussrechnung wird, kann im Moment keiner sagen, weil auch noch nicht alle „Zuschläge und Förderungen bekannt sind“, war von Amtsleiter Thomas Stagneth zu erfahren. „Sie werden hoch, aber sie werden ja für eine gute und wichtige Sache eingesetzt“, ergänzte er. Für die angedachte Sanierung der sanitären Anlagen in der Sporthalle, die auch noch DDR- Standard sind, ist nun leider erst einmal kein Geld mehr übrig.

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