Bauausschuss

Hünerdorfer Straße in Tangermünde – Mehrere Ausbauvarianten erörtert

Eine gepflasterte Straße mit parkenden und fahrenden Autos.
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Anlass für ausgedehnte Diskussionen im Bauausschuss war die Einmündung der Hünerdorfer in die Arneburger Straße. Links die geplante zu erweiternde Abzweigung.
  • VonGünther Krach
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Mit mehreren Bauvorhaben beschäftigte sich am Donnerstagabend der Tangermünder Bauausschuss. Konkret ging es um die im nächsten Jahr zu sanierende Töpferstraße, die Fortsetzung der Sanierung der Hünerdorfer Straße und den Ausbau der Ortsdurchfahrt im Ortsteil Grobleben inklusive dem aus Tangermünde kommendem Radweg durch Grobleben.

Tangermünde – Die Sitzung begann mit der Diskussion über die Sanierung der Töpferstraße. Weil die Ausschussmitglieder im Februar, als die Sanierung erstmalig erörtert wurde, unterschiedliche Auffassungen dazu hatten, kam die Entwurfsplanung jetzt wieder auf den Tisch. Knackpunkt war damals, dass die Straße, die an ihrer engsten Stelle nur 3,50 Meter breit ist, eventuell ohne Gehwege gebaut werden sollte, was der Stadtrat aber ablehnte (AZ berichtete). So bleibt es jetzt also bei der ursprünglichen Entwurfsplanung. Lediglich die fußseitige Verbindung bis direkt an den barrierefreien Übergang vor der Langen Straße kommt dazu. Insgesamt sollen im nächsten Jahr die Fahrbahn, die Fußwege, die Beleuchtung und die Entwässerung der 85 Meter langen Straße erneuert werden. Komplizierter war die Diskussion über die Weiterführung der Sanierung der Hünerdorfer Straße, zumal es um die noch immer umstrittene Einfahrt in die Arneburger Straße ging. In den zurückliegenden Monaten haben sich die Fraktionen mit dem Thema beschäftigt, haben auch Vorschläge zu möglichen Varianten gemacht, die am Donnerstag aber auch wieder vielfältig waren. Von der eigentlich geplanten Abzweigung der Hünerdorfer auf die Arneburger Straße vor der jetzigen Einmündung, einer aufgeweiteten Einmündung in die Hünerdorfer Straße mit Radweg, einer Radweg-Einordnung auf der Arneburger Straße eventuell mit Übergang über die Arneburger Straße bis hin zum möglichen Kreisverkehr war alles dabei. Ausschussvorsitzender Erik Weber forderte sogar die Nutzung des Radweges von der Elbbrücke (Elberadweg) bis in die Hünerdorfer Straße, also auf „falschen“ Seite, was aber Projektant und „Bauamtsleiter“ aus gesetzlichen Gründen ablehnten. Genau wie die wieder mögliche Einfahrt in die Hünerdorfer Straße aus Richtung Arneburger Straße.

Blick in die Töpferstraße aus Richtung Lange Straße: Im nächsten Jahr beginnt hier die Sanierung.

Es war aber eine Mehrheit zu erkennen, die die bestehende Regelung favorisierte, die nur eine aufgeweitete Hünerdorfer Straße und eine Radspur auf der Arneburger Straße als Einordnung in den Verkehr, die die Stadt aber selbst bezahlen müsste, gesehen wird. Quintessenz war, dass in den Fraktionen darüber noch einmal beraten werden sollte, bevor eine Empfehlung an den Stadtrat gegeben wird. Über den Ausbau der L 30 inklusive Radweg durch Grobleben war man sich schnell einig, zumal das Land die Kosten trägt, bis auf den Radweg. Den plant das Land nur, bezahlen muss ihn die Stadt, aber nur rund 12 500 Euro. Einig war man sich auch darüber, dass „Geschwindigkeitsbremsen“ in die Orts-durchfahrt eingebaut werden müssen, worauf Einfluss bei der Landesbaubehörde genommen werden soll – auch vor dem Hintergrund, dass sich der Verkehr in Richtung der entstehenden Autobahn noch verstärken wird.

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