Tangermünde

„Marina“-Projekt auf den Weg gebracht

Ein Hafenbecken mit Stegen im Vorder- und einem Wohnkomplex im Hintergrund.
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An dieser Stelle im Tangermünder Hafen plant ein Investor sein Millionen-Projekt „Marina“ mit schwimmenden und ortsfesten Ferienwohnungen sowie vielfältiger Gastronomie. Der Bauausschuss empfahl dem Stadtrat jetzt die Umsetzung der auf die Hansestadt entfallenden „Hausaufgaben“.
  • vonStephan Ernst
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Es ist für die alte Kaiserstadt eine Riesen-Sache: das Bauvorhaben „Marina Tangermünde“. Deshalb spielte diese Großinvestition auch am Donnerstag Abend im Hauptausschuss der Hansestadt eine gewichtige Rolle. Aber es wurden auch noch andere Themen erörtert.

Tangermünde – Auch die Mitglieder des Hauptausschusses stimmten einhellig für den Grundsatzbeschluss zur Errichtung der „Marina“ im Tangermünder Hafen, die nun durch den Stadtrat am 24. März endgültig auf den „Weg gebracht“ werden kann. Neben dem Investor aus Parey muss nach der Beschlussfassung dann auch die Stadt ihre „Hausaufgaben“ machen und einige Investitionen tätigen.

Dazu gehört unter anderem die Schaffung einer leistungsfähigen Infrastruktur am Hafen, womit vor allem die notwendigen „Medien“ wie die Strom- und Wasser-Ver- sowie die Abwasser-Entsorgung gemeint sind (AZ berichtete). „Um das realisieren zu können, braucht die Stadt Fördermittel“, sagte Bürgermeister Jürgen Pyrdok. Zu dem einzureichenden Antrag gehören neben den Planungsunterlagen natürlich auch Kostenermittlungen, die nach der endgültigen Beschlussfassung erarbeitet werden sollen.

Radweg Tangermünde - Miltern kommt

Der 1985 Meter lange Radweg an der L 30, 60 Meter davon in der Kirschallee, inklusive Wirtschaftsweg von Tan-germünde bis zum Ortsteil Miltern soll noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Der schon lange geplanten Investition wird der Stadtrat zustimmen, weil das Land Sachsen-Anhalt den Großteil der Kosten über-nimmt, sobald die so genannte Ortsdurchfahrts-Vereinbarung mit der Landesstraßenbaubehörde abgeschlossen ist.

Dauerbrenner Fähre

Bei der Beschlussvorlage zur Fähre, mittlerweile ein Dauerbrenner in den Gremien, ging es vor allem um eine „finanzielle Beteiligung der Kaiserstadt, die aber nur bei bescheidenen 4500 Euro pro Jahr“ liegen würde, da ja benachbarte Städte und Gemeinden sowie die beiden Landkreise die Fährverbindung mitfinanzieren sollen, wozu „diese in den nächsten Tagen ebenfalls Beschlüsse fassen“, berichtete Pyrdok.

Knackpunkt bei der Wiederinbetriebnahme der Flussquerung ist der Umbau der Fähre auf einen Gierseilbetrieb und die Anpassung der Anlegestellen, weil dafür allein eine Million Euro gebraucht werden. „Das ist nur möglich, wenn das Land diese Kosten übernimmt“, betonte Pyrdok. „Vorbehaltlich dieser Entscheidung würde der Stadtrat der finanziellen Beteiligung zustimmen“, vermutete der Ausschuss--Vorsitzende.

Burgfest „wackelt“

Engagiert diskutiert wurde auch die Frage, ob das beliebte und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Burgfest im September gefeiert werden kann. „Die weitere Entwicklung der Pandemie kann keiner vorhersagen, 20 000 Menschen in der Stadt sind zu viel, weswegen auch schon andere Städte große Events abgesagt haben“, schickte Pyrdok voraus, bevor Amtsleiterin Anka Bertkau ergänzte: „Ob das Fest gefeiert werden kann oder nicht, das muss jetzt der Stadtrat entscheiden, weil die Planungsphase für das Fest schon begonnen hat“, sagte sie. In der AG „Burgfest“ sei man sich einig, dass die Gesundheit aller Beteiligten und der Gäste, an erster Stelle stehen und eine vertragliche Bindung von Leistungen, die dann nicht erfüllt werden könnten, keinem nützt und dem Haushalt schaden. „Großveranstaltungen sind im Land ja auch noch verboten“, ergänzte Pyrdok. „Der Stadtrat wird das nicht anders sehen“, lautete die Meinung im Ausschuss.
Auch die Mitglieder des Hauptausschusses stimmten einhellig für den Grundsatzbeschluss zur Errichtung der „Marina“ im Tangermünder Hafen, die nun durch den Stadtrat am 24. März auf den „Weg gebracht“ endgültig werden kann. Neben dem Investor aus Parey muss nach der Beschlussfassung dann auch die Stadt ihre „Hausaufgaben“ machen und einige Investitionen tätigen.

Dazu gehört unter anderem die Schaffung einer leistungsfähigen Infrastruktur am Hafen, womit vor allem die notwendigen „Medien“ wie die Strom- und Wasser-Ver- sowie die Abwasser-Entsorgung gemeint sind (AZ berichtete). „Um das realisieren zu können, braucht die Stadt Fördermittel“, sagte Bürgermeister Jürgen Pyrdok. Zu dem einzureichenden Antrag gehören neben den Planungsunterlagen natürlich auch Kostenermittlungen, die nach der endgültigen Beschlussfassung erarbeitet werden sollen.

Radweg kommt

Der 1985 Meter lange Radweg an der L 30, 60 Meter davon in der Kirschallee, inklusive Wirtschaftsweg von Tan-germünde bis zum Ortsteil Miltern soll noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Der schon lange geplanten Investition wird der Stadtrat zustimmen, weil das Land Sachsen-Anhalt den Großteil der Kosten über-nimmt, sobald die so genannte Ortsdurchfahrts-Vereinbarung mit der Landesstraßenbaubehörde abgeschlossen ist.

Dauerbrenner Fähre

Bei der Beschlussvorlage zur Fähre, mittlerweile ein Dauerbrenner in den Gremien, ging es vor allem um eine „finanzielle Beteiligung der Kaiserstadt, die aber nur bei bescheidenen 4500 Euro pro Jahr“ liegen würde, da ja benachbarte Städte und Gemeinden sowie die beiden Landkreise die Fährverbindung mitfinanzieren sollen, wozu „diese in den nächsten Tagen ebenfalls Beschlüsse fassen“, berichtete Pyrdok.

Knackpunkt bei der Wiederinbetriebnahme der Flussquerung ist der Umbau der Fähre auf einen Gierseilbetrieb und die Anpassung der Anlegestellen, weil dafür allein eine Million Euro gebraucht werden. „Das ist nur möglich, wenn das Land diese Kosten übernimmt“, betonte Pyrdok. „Vorbehaltlich dieser Entscheidung würde der Stadtrat der finanziellen Beteiligung zustimmen“, vermutete der Ausschuss--Vorsitzende.

Burgfest „wackelt“

Engagiert diskutiert wurde auch die Frage, ob das beliebte und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Burgfest im September gefeiert werden kann. „Die weitere Entwicklung der Pandemie kann keiner vorhersagen, 20 000 Menschen in der Stadt sind zu viel, weswegen auch schon andere Städte große Events abgesagt haben“, schickte Pyrdok voraus, bevor Amtsleiterin Anka Bertkau ergänzte: „Ob das Fest gefeiert werden kann oder nicht, das muss jetzt der Stadtrat entscheiden, weil die Planungsphase für das Fest schon begonnen hat“, sagte sie. In der AG „Burgfest“ sei man sich einig, dass die Gesundheit aller Beteiligten und der Gäste, an erster Stelle stehen und eine vertragliche Bindung von Leistungen, die dann nicht erfüllt werden könnten, keinem nützt und dem Haushalt schaden. „Großveranstaltungen sind im Land ja auch noch verboten“, ergänzte Pyrdok. „Der Stadtrat wird das nicht anders sehen“, lautete die Meinung im Ausschuss. (Günther Krach)

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