Neue Partner sollen frischen Schwung bringen

Burgfest 2019 in Tangermünde: „Santiano wird es nicht“

Das Burgfest geht vom 13. bis 15. September in seine 32. Auflage. Neue Mitorganisatoren sind nun nach dem Tod von Wolfgang Liebisch bei der Umsetzung des Mittelalterspektakels mit dabei.
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Das Burgfest geht vom 13. bis 15. September in seine 32. Auflage. Neue Mitorganisatoren sind nun nach dem Tod von Wolfgang Liebisch bei der Umsetzung des Mittelalterspektakels mit dabei.

Tangermünde – Mit neuen Partnern soll das Tangermünder Burgfest in diesem Jahr an den Start gehen.

Stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Herzberg erklärt der AZ sie habe „ein gutes Gefühl“ mit den neuen Initiatoren, welche helfen werden, das mittelalterliche Spektakel in der Kaiserstadt auszurichten. „Sie sind hoch motiviert“, freut sich Herzberg auf die Zusammenarbeit.

Ein erstes Arbeitstreffen mit Lothar Welte vom Schaustellerbetrieb Welte aus Rostock, Christian Lübeck von der Service-Agentur Rostock und André Schwabe vom Event-Management Radio Brocken gab es bereits vor knapp zwei Wochen.

Zwar spielen sich die Veränderungen rund um das Spektakel eher im organisatorischen Teil ab, sichtbare Neuheiten soll es für die Besucher allerdings trotzdem geben, kann Herzberg schon jetzt verraten. Das Festzelt am Bleichenberg soll einem Open-Air-Terrain weichen, weshalb die Ordnungsamtsleiterin die Daumen fest gedrückt hält für gutes Wetter. Auch soll die Öffnungszeit der Festivität am Bleichenberg zumindest am Sonntag bis 20 Uhr verlängert werden. Mit maritimer Musik sollen die Besucher die Möglichkeit bekommen, das mittelalterliche Wochenende ausklingen zu lassen. „Santiano wird es aber nicht sein“, erklärt Herzberg. Welche Band vors Publikum treten wird, sei momentan noch offen.

Der Rummel am Hafen werde auch weiterhin fortbestehen, während das Terrain am Bleichenberg eher zum „gemütlichen Innehalten und Musik hören“ einladen soll, erklärt die stellvertretende Bürgermeisterin. „Wir hoffen, dass das mehr fruchtet, als in den letzten Jahren.“ Nach dem letzten Burgfest kochte bei der Auswertung im Sozialausschuss Kritik an der Festwiese hoch, welche mehr und mehr im Rummellärm ersticken würde. Einige Mitglieder, darunter auch Ausschussvorsitzende Hildegard Wynands (CDU) machten damals deutlich, dass viele Anwohner der Kaiserstadt mit dem bunten Treiben am Hafen so nicht mehr einverstanden seien.

Auch das Thema Sicherheit bereitete Mitgliedern des Gremiums sowie Anwohnern nach dem letzten Fest Unbehagen. Letztere klagten danach über Pöbeleien, die Polizei vermeldete Ausschreitungen einer Gruppe Syrer und Afghanen mit zwei Stendalern. Verwaltungsmitarbeiterin Anka Bertkau hatte damals darauf hingewiesen, dass „doppelt so viele Polizisten im Einsatz“ gewesen seien wie 2017.

Auch Herzberg räumt ein, dass das Konzept im letzten Jahr nicht schlecht gewesen sei. „Es wurde nur sehr spät vorgelegt“, erklärt sie im AZ-Gespräch. Eine späte Vorlage gebe Stadtverwaltung und Landkreis wiederum weniger Zeit dieses zu prüfen. Im Sicherheitskonzept müssten unter anderem Notfallszenarien durchgespielt und geplant werden, Angaben zum Wachschutz und entsprechenden Fluchtwegen gemacht werden. Die neuen Mitorganisatoren seien informiert, ihre Pläne der Stadtverwaltung rechtzeitig vorzulegen und nicht kurz vor knapp.

Im Frühsommer soll die Arbeitsgruppe zum Burgfest erneut zusammen kommen, war vonseiten der Verwaltung zu erfahren. Ob Welte, Lübeck und Schwabe nun dauerhaft ins Burgfest involviert sein werden oder ob dies eine einmalige Kooperation mit der Stadt Tangermünde bleibt, ist bislang noch offen. Bertkau erklärt, die Zusammenarbeit sei zunächst für dieses Jahr angelegt, danach müsse neu bewertet werden.

Viel Zeit einen neuen Mitorganisator zu finden, blieb der Stadt nicht. Im Januar ist Wolfgang Liebisch im Alter von 72 Jahren gestorben, welcher das Fest über Jahre mit geprägt und auch bei Veranstaltungen wie dem Rolandfest mitgemischt hat.

VON LAURA KÜHN

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