Langjährige Bemühungen zeigen Wirkung

Tangermünde: Betonklötze für den Skaterpark sind da

Die drei Beteiligten stehen vor den abgeladenen Betonelementen für den Skaterpark.
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Carola Schulz (r.), Jean-George Leonhardt und Burkhard Wienecke, ehemaliger Stadtrat, freuen sich, dass ein jahrelanger „Kampf“ für einen Skaterpark glücklich zu Ende geht, weil die Elemente nun abgeladen werden.
  • vonGünther Krach
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Nun schon fast zehn Jahre träumten die Tangermünder Jugendlichen und ihre Freunde aus den Ortsteilen von einer Skater-Anlage am Tanger, die auch BMK- und Inline-Fahrer nutzen können. Am Dienstag ging der Traum endlich in Erfüllung. Sieben Betonelemente für das Ausüben dieser beliebten Freizeitbeschäftigung wurden mit mehreren Schwerlasttransportern aus Nürnberg angeliefert.

Tangermünde - Das schwerste Teil wiegt immerhin zehn Tonnen. Nun müssen die Elemente nur noch zusammengebaut und an ihren vorgesehenen Platz gestellt werden, „was wohl einige Tage dauern wird“, wusste Streetworkerin Carola Schulz, die am Dienstag vor Ort war. Denn sie hat einen maßgeblichen Anteil an der Beschaffung der Anlage.

Vor zehn Jahren kam der Wunsch nach solch einer Anlage auf, die die Jugendlichen aus großen Städten oder den Medien kannten. Der Platz dafür war vorhanden, denn schon im Jahr 2000 hatte die Stadt mithilfe der Hugo-Meyer-Nachfahren-Stiftung, damals Julienstiftung genannt, und dem Arbeitsamt den Platz am Tanger geschaffen.

Der Verein „Homegrown“ etablierte sich und veranstaltete Partys. Kleine Elemente aus Holz, später sogar eine Half-Pipe, Bänke, ein Pavillon und mehr folgten. Was aber nicht lange Bestand hatte, zu-mindest die Sprungelemente und die Halfpipe nicht. Neue Elemente wurden „gefordert“. „Aber nicht wieder aus Holz, weil die Witterung und Hochwasser wieder zerstörend wirken könnten, obwohl diese Elemente preiswert im Angebot waren“, sagte der Stadtrat.

Recherchen im Internet im Jahr 2018 ließen Schulz schließlich auf eine Firma bei Nürnberg aufmerksam werden, die Skateelemente aus Beton herstellt. Alle bisherigen Planungen wurden überarbeitet, wobei Jugendliche um Jean-George Leonhardt einbezogen wurden. Sogar die Hilfe von Stefan Mettner wurde in Anspruch genommen, dem Leiter des Vereins „Shalom“, dem Arbeitgeber von Schulz. Denn Umwelt- und Naturschutz-Auflagen mussten bedacht werden, weshalb noch einmal Jahre ins Land gingen.

Nach dem ersten Abladen, fährt gleich der nächste Tieflader mit Elementen vor.

Aber es ging voran und der Platz am Tanger wurde weiter aufgerüstet. Als die Finanzierung mithilfe europäischer Fördermittel, Geld von der Stadt und Lotto/ Toto gesichert war, konnte die Bestellung der Betonelemente erfolgen. Eine erste Zusage der Lieferung für 2020 machte die Corona-Pandemie zunichte, aber nun sind sie da, obwohl die Pandemie noch immer nicht abgeklungen ist. Weshalb es auch „keine große Eröffnungsparty“ gibt, sagte Schulz am Dienstag.

„Aber eine Flasche Sekt wollen wir aufmachen, wenn mithilfe des Bauhofes alle Elemente an ihrem Platz stehen und genutzt werden können“, ergänzte sie. Inzwischen war Mettner eingetroffen. Ihm fiele nun auch ein Stein vom Herzen, als er die schönen großen massiven Betonelemente sah, „deren Beschaffung so viel Aufwand gemacht hat und wofür nun fast 90 000 Euro ausgegeben sind“, verriet er noch.

Der Aufwand hat sich sicher gelohnt, denn das Wetter oder Randale können diesen Teilen wohl nichts anhaben.

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