Schäferhundeverein „Am Wäldchen“ Tangermünde

Leistung hat sich wieder gelohnt

Zahlreiche Menschen stehe mit ihren angeleinten Hunden auf einer Wiese und warten auf Kommandos.
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Ein Bild mit Symbolkraft: Große Ereignisse werfen ihre Schatten buchstäblich voraus. Gespannt und erwartungsfroh stellen sich diese Prüflinge dem Urteil des Leistungsrichters.
  • VonGünther Krach
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Immer mittwochs und sonntags treffen sich die circa 25 aktiven Mitglieder des Tangermünder Schäferhundevereins „Am Wäldchen“, gleich neben dem Stadion „Am Wäldchen“. Ihren Verein gibt es bereits seit über 90 Jahren, Grund genug, wieder einmal vorbei zu schauen, zumal am Sonntag wieder Hundeprüfungen anstanden.

Tangermünde – Bereits um acht Uhr trafen sich die 14 Hundebesitzer mit ihren Prüflingen, begleitet von interessierten Vereinsmitgliedern im Alter von 20 bis 76 Jahren, die den Prüfungsablauf einmal kennenlernen wollten. Mit dabei war auch Annett Rückert. Sie ist die Frau eines Vereinsmitglieds und zeichnete wieder für die Versorgung verantwortlich. Denn die Prüfungen so vieler Hunde können sich über Stunden und bis in den Nachmittag hinziehen. Zuerst wurde der AZ aber die Urkunde aus dem Jahr 1980 gezeigt, als der Verein sein 50-jähriges Jubiläum feierte – eindrucksvoller Nachweis einer bewegten und bewegenden Vereinsgeschichte. Lediglich die Vereinsführung wechselte über die vielen Jahre. Seit circa drei Jahren ist Jörg Nahrstedt aus Bölsdorf Vorsitzender des Vereins. Davor war es Egon Lindemann, bis er von Heeren nach Bremen verzog. Er hält dem Verein aber noch immer die Treue und war auch am Sonntag bei den Prüfungen dabei.

Prüfungen bestanden: die „prämierten“ Hundehalter mit ihren Pokalen einschließlich Annett Rückert (h.).

Eine erfolgreiche Hundeprüfung ist keine Voraussetzung für eine Vereinsmitgliedschaft. Der geliebte Vierbeiner muss nicht mal ein Schäferhund sein. Und so bellen in dem Verein neben Schäferhunden auch Dobermänner und Boxer gleichberechtigt „im Chor“. Die Hundehalter kommen übrigens nicht nur aus Tangermünde, sondern auch aus Klietz, Havelberg und Tangerhütte. Gerhard Wesche, der Leistungsrichter für die Hundeprüfungen, reiste am Sonntag sogar aus Steckby an. „Um diese Hundeprüfungen bewerten zu können, muss man schon qualifiziert sein“, meinte Wesche. „Weshalb es wohl nicht so viele Leistungsrichter gibt“, ergänzte er. Am Sonntag gab es drei Grundprüfungen und elf Prüfungen der Stufe eins beziehungsweise zwei. Bei der grundsätzlichen Ausbildung des Hundes geht es zwar „nur“ um die wichtigsten Kommandos zur Unterordnung, wie „Platz“,„Stopp“ und „Hier“, was die Voraussetzungen für einen gehorsamen Hund sind.

Vereinsvorsitzender Jörg Nahrstedt dankt Wertungsrichter Gerhard Wesche (l.) mit einem Präsent.

Bei der Stufe eins geht es dann aber schon um mehr, etwa um das Suchen, das Apportieren und den Schutzdienst. Stufe zwei ist noch anspruchsvoller, dort geht es um das Stehen ohne Leine, das Absolvieren einer längeren Strecke beim Suchen sowie das Finden und Halten der Fährte einer Person. „Letzteres ist notwendig, wenn man auch Hunde züchten will“, wusste Wesche. Anhand der vielen Pokale, die abschließend überreicht wurden, wurde deutlich, dass die drei Grundprüfungen und die der Stufen eins und zwei bestanden wurden. Der Leistungsrichter Gerhard Wesche bekam für seine fairen Wertungen ein „flüssiges“ Präsent. Im selbst errichteten Vereinsheim klang der Prüfungstag schließlich gemütlich aus.

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