Stadtwerke-Chef berichtet über Tangermünder Saison im Dürresommer

Badkosten steigen mit Besuchern

Trotz des Hitzesommers geht das Freibad Tangermünde wahrscheinlich plus/minus null aus der Saison 2018.
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Trotz des Hitzesommers geht das Freibad Tangermünde wahrscheinlich plus/minus null aus der Saison 2018.

Tangermünde – Trotz zahlreicher Gäste, die sich während des Hitzesommers 2018 im Freibad abkühlen wollten, macht Stadtwerke-Leiter Dietmar Schiess dem Sozialausschuss eines klar deutlich: ein großer Überschuss ist aus den Einnahmen der jüngsten Saison trotz des Massenansturms nicht zu erwarten.

Denn auch wenn das Bad ein deutliches Einnahmenplus von mehr als 30.000 Euro aus den Eintrittsgeldern zu verzeichnen habe, so würden mit den zusätzlichen Gästen auch die Unterhaltungskosten für das Bad ansteigen. „Die Mehraufwendungen werden im Wesentlichen durch die Einnahmen kompensiert“, erklärt Schiess dem Gremium.

Rund 31.000 Euro mehr werde das Freibad schlucken, darunter allein 3.000 Euro für Stromkosten, sowie weitere rund 3.300 Euro für den zusätzlichen Wasserverbrauch. Außerdem werden 12.000 Euro für Instandsetzungsarbeiten benötigt und weitere 12.000 Euro für die Löhne. Endgültige Zahlen würden jedoch noch nicht vorliegen, muss Schiess die Ausschussmitglieder vertrösten.

Vor allem letzterer Punkt sorgt in den Reihen der Ausschussmitglieder für Fragen – nicht zuletzt weil die Öffnungszeiten um eine Stunde gekürzt wurden. Schiess kann mitteilen, dass aufgrund von Krankheit eine weitere Arbeitskraft für den August eingestellt werden musste. Und nicht zuletzt seien die Öffnungszeiten für die Gäste und die Arbeitszeiten für die Mitarbeiter nicht konform zu behandeln. Die Angestellten im Bad würden, so Schiess, bereits ein bis zwei Stunden früher am Arbeitsplatz sein, um den Badbetrieb vorzubereiten.

Eine Verlängerung der Öffnungszeit über den Monat August hinaus, wie vonseiten der Ausschussmitglieder immer wieder angestoßen wird, lehnt Schiess ab. Vor allem der letzte Sommer sei „Hardcore“ gewesen.

Ein Schichtsystem, um die Mitarbeiter zu entlasten, wäre auch im Interesse des Stadtwerke-Chefs. Jedoch betont er: „Dafür fehlen aber zwei bis drei Leute.“ Und ohne Geld, keine Mitarbeiter.

An der Kapazitätsgrenze sei das Bad mit den Besucherzahlen übrigens noch nicht angekommen, antwortet Schiess auf Frage von Michael Siegmund (Freie Stadträte). „Die Flächen sind da.“

VON LAURA KÜHN

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