Tangermünde

Eine Bücherzelle für die Kaiserstadt

Eine ältere Frau öffnet eine ausrangierte und zu einem Bücherschrank umfunktionierte Telefonzelle.
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Tangermündes erste Bücherzelle stieß sofort auf Interesse – auch bei den Gästen der Stadt. Im Bild nimmt Renate Köschel aus Rathenow das noch etwas eingeschränkte Angebot in Augenschein.
  • vonStephan Ernst
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Von Günther Krach

Tangermünde – Eine alte Telefonzelle versprach die Kaschade-Stiftung, weshalb bereits im vergangenen Jahr das Fundament für die Zelle angelegt wurde. Weil ein gelbes Häuschen aber aus denkmalpflegerischer Sicht nicht in die historische Altstadt passt, schon gar nicht neben der Kirche St. Stephan, erklärte sich CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Staudt bereit, die Zelle farblich zu behandeln, nämlich grau. Gleichzeitig bot er an, auch das Innenleben zu gestalten, also etwa auch Regale einzubauen.

Nach getaner Arbeit konnte die Zelle in der vergangenen Woche mit Hilfe des Bauhofes aufgestellt werden. Bauhofmitarbeiter, die das gute Stück auf das Fundament, das im Vorjahr die Baufirma Flügler gegossen hatte, aufstellten, sorgten auch dafür, dass die Mini-Bibliothek einen Stromanschluss bekam. Damit ist es möglich, einen Bewegungsmelder für die Beleuchtung zu betreiben und noch ein Display an der Innenseite einer Scheibe anzubringen, das auf Veranstaltungen in der Stadt aufmerksam macht.

Die Erstausstattung der Bücherzelle hat die Stadtbibliothek übernommen. „Die Bücher stammen noch vom vergangenen Basar und waren Spenden. Sie stammen also nicht aus dem Bestand der Bibliothek“, war von Biblio-theksleiterin Cornelia Lucklum noch zu erfahren.

„Angeboten werden Bücher für verschiedene Altersgruppen und unterschiedliche Interessen, die noch ergänzt werden sollen um Reiseliteratur und Sachbücher über Tiere, Handarbeiten, Kochrezepte und mehr“, ergänzte Lucklum auf Nachfrage. Um die Ordnung und Sicherheit an und in der Bücherzelle wollen sich die Mitglieder des CDU-Ortverbandes kümmern, die sich auch eine rege kostenlose Nutzung und Ergänzung des Bestandes durch die Leser wünschen. (gk)

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