Viele Punkte kein Thema auf www.tangermuende.de

Appell für mehr Präsenz im Netz

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Aktuelle Veranstaltungen, ein „Link“ zu einer Abstimmung für Tangermünde oder die Ausschreibung für das Amt des Bürgermeisters finden sich unter anderem auf www.tangermuende.de. Zu wenig, finden manche.

Tangermünde. Es wird kein Themenmangel herrschen im neuen Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Tourismus in Tangermünde. Eine Sache kam gleich zur Sprache: die Qualität der Internet-Seite der Stadt.

Der sachkundige Einwohner Carsten Birkholz erklärte die aus seiner Sicht hohe Bedeutung eines Internetauftritts.

Zuvor hatte die Ausschussvorsitzende Regine Schönberg klar gemacht, dass man Anregungen aus der Wirtschaft und Ideen möglichst schnell und unbürokratisch bearbeiten wolle – zur Zustimmung der Mitglieder. Carsten Birkholz, politisch ein Neuling und als sachkundiger Einwohner durch die CDU berufen, gab dann schonmal einen Anstoß: „Wirtschaftsförderung heißt auch: Werbung“, sagte er. Und das Internet gewinne zunehmend an Einfluss und werde immer stärker genutzt. Birkholz zählte einige Punkte auf, die ihn an der städtischen Homepage stören: „Ratssitzungsdienst – nicht vorhanden. Die Ortschaften – nicht erwähnt. Die Hugo-Meyer-Nachfahrenstiftung – nicht vorhanden. Die Buga – spielt auf der Seite keine Rolle...“ So ging das eine ganze Weile weiter. „Da muss etwas passieren,“, sagt Birkholz über seine Liste der Dinge, die detaillierter behandelt werden könnten, „sonst könnten wir sie auch schließen.

Die Forderung von Birkholz reiht sich in einige Fakten: Vor knapp einem Jahr hatte die Altmark-Zeitung die Stadt schon nach einem Ratsinformationssystem befragt. Bürgermeister Opitz erklärte damals, dass im Internet die Zukunft liege, und dass es im Internetauftritt der Stadt ein System geben solle, bei dem sich Menschen über das politische Geschehen in der Kaiserstadt informieren können. Wann, konnte er noch nicht sagen. Ein Ratsinfosystem gibt es nach wie vor nicht.

Noch ein Beispiel: Derzeit tobt im Internet bei einer Online-Abstimmung der Kampf um den Titel „Liebenswerteste Stadt Deutschlands“. Tangermünde hält sich erstaunlich wacker gegen zwei viermal so große Städte. Eine der beiden Städte wirbt offiziell zum Abstimmen für die eigene Stadt – mit einem eigenen Facebook-Konto. Dieses Konto lesen täglich über 5000 Menschen. Tangermünde hat ein solches Konto nicht.

Die Anregung von Birkholz nahm der Ausschuss auf. „An Themen wird es uns nicht mangeln“, meinte die Ausschussvorsitzende Schönberg zufrieden.

Von Kai Hasse

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