Neuer Skaterpark auf altem Boden geplant

Antrag auf Fördermittel

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Auf der freien Fläche soll, wenn alles gut geht, noch in diesem Jahr ein neuer Skaterpark entstehen.

Tangermünde. Kahl, verlassen und mit Schlaglöchern übersät: Das ist die freie Fläche in der Nähe vom Hafen, auf der einst ein Skaterpark für Jugendliche stand. Wenn alles gut geht, soll dort in Zukunft wieder ein attraktiver Treffpunkt für junge Menschen entstehen.

Im Moment haben es Jugendliche und junge Erwachsene in Tangermünde wahrhaftig nicht einfach. „Es gibt im Stadtgebiet keinen Platz, wo sie sich treffen können.“, weiß Streetworkerin Carola Schulz. Gastronomische Einrichtungen sind für die Jugendlichen mit ihrem knappen Budget kaum attraktiv. Der Hafen, wenn auch an sich verlockend, hat keine gute Akustik: Der Schall trägt Musik und Gespräche bis zu den Anwohnern hinauf, die von der Geräuschkulisse bis in die Nacht wenig begeistert sind.

Deswegen wurde in den letzten eineinhalb bis zwei Jahren nach einer Alternative gesucht. Ein neuer Skaterpark soll auf der freien Fläche entstehen, die schon früher einen solchen beherbergte. Die Idee dazu stammt von den Jugendlichen der Gegend. „Die Zielgruppenbeteiligung sollte da sein.“, sagt Stefan Mettner, Geschäftsführer des Shalomhauses in Tangermünde.

Und das ist sie. Die jungen Erwachsenen konnten aktiv ihre Wünsche für den Skaterpark äußern. „Es soll keine Halfpipe geben, aber Anlaufelemente zum Drehen, rechts und links und eine Stange zum Sliden.“ Welche Elemente schlussendlich realisiert werden, hänge von der Höhe der Mittel ab, so Mettner. Eines stehe aber schon jetzt fest: Die neue Anlage soll aus Beton gefertigt werden, um ihre Haltbarkeit zu verbessern. Die Fläche, auf der der Skaterpark entstehen soll, ist Hochwassergebiet. Damit kommt ein kostengünstigerer Holzpark nicht in Frage.

Um das Projekt nun endlich zu verwirklichen, werden im Moment noch Fördergelder beantragt. Mettner geht derzeit von Kosten in Höhe von bis zu 80.000 Euro aus. Sollten diese bewilligt werden, dann könnte mit dem Bau der Freizeitfläche noch im Herbst dieses Jahres begonnen werden.

Bereits zuvor wurden auf dem Areal Verschönerungsarbeiten in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen der Stadt unternommen. „Auf die Art können sie sich mit dem Platz identifizieren.“ So entstanden in der Vergangenheit bereits ein Pavillon und eine Grillstelle.

Von Laura Kühn

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