Tangermünde braucht Platz für Hortkinder / Positives Resümee zur Jugendarbeit im Shalomhaus

Anbau weicht einem Mehrgeschosser

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Der Anbau wird abgerissen. Er weicht einem mehrgeschossigen Neubau für Hortkinder. 

gk Tangermünde. Der Anbau kommt weg und wird durch einen mehrgeschossigen Neubau ersetzt, weil im Shalomhaus Platz für Hortkinder geschaffen werden muss, informierte Sozialamtsleiterin Birgit Herzberg in dieser Woche den Fachausschuss für Soziales, Bildung, Kultur und Sport, der sich im Shalomhaus umsah.

Ob der Platz in dem Neubau für die ab dem neuen Schuljahr erwartete Anzahl der Kinder ausreicht, werde derzeit geprüft. Aktuell werden zwei Räume des Jugendklubs übergangsweise für den Hort genutzt. Zwei weitere Räume in der Grundschule kommen dazu (AZ berichtete).

Die Mitglieder des Ausschusses ließen sich über die Jugendarbeit im Shalomhaus, aber auch in den Ortsteilen informieren, für die neben der Klubleiterin auch Michelle Tschapke verantwortlich ist. Seit Sommer 2017 obliegt ihr die mobile Jugendarbeit, in deren Rahmen Tschapke die Klubs in den Ortsteilen einmal pro Woche besucht.

Auch im Dachgeschoss des Shalomhauses, wo das Familienzentrum untergebracht ist, sahen sich die Ausschussmitglieder um.

Shalomhaus-Leiter Steffen Mettner führte durch das Haus, beginnend im Dachgeschoss, wo das Familienzentrum untergebracht ist. Dort halten sich neben Müttern mit Kleinkindern auch Vor- und Grundschüler auf. Ältere nutzen die Angebote des Leseklubs und machen dort Hausaufgaben. Der Schülerklub hat mehrere Räumen, darunter einen mit einer großen Modelleisenbahn und kleinen Küche, in der für einige Schüler auch warme Mahlzeiten preiswert angeboten werden. Im Erdgeschoss-Klub ist vor allem das Fernsehzimmer mit Dartscheibe, Computern und Musikinstrumenten beliebt. Im Flachbau Richtung Hof, der abgerissen werden soll, befindet sich eine kleine Kochecke, daneben Lagerfläche.

Wie die Jugendarbeit in den Ortsteilen läuft, berichteten Petra Mundry für Buch und Frank Mutschall für Miltern. Die Klubleiter aus Hämerten, Langensalzwedel und Bölsdorf waren nicht anwesend. Laut Mundry und Mutschall funktioniere die Arbeit gut. Beide seien täglich für die Jugendlichen ansprechbar und die Klubs gut besucht. In Buch dominieren Spiel- und Diskussionsrunden, Angebote in den Ferien und Projekte mit dem Verein „Kinderstärken“.

In Miltern werden gerade die vier Räume plus Küche in einem Einfamilienhaus saniert. Bis Oktober, wenn der Klub sein 20-jähriges Bestehen feiert, soll alles fertig sein.

Laut Tschapke müsse die Jugendarbeit in Bölsdorf noch aktiviert werden. Shalomhaus-Leiter Mettner schätzte ein, dass die mobile Jugendarbeit in Buch Früchte trägt, Miltern aber noch Hilfe brauche.

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