Drei-Millionen-Investition

Pläne für Erlebnisdorf am Tangermünder Hafen vorgestellt

Ein Hafenbecken von oben mit Gebäuden und Wasser.
+
Der Tangermünder Hafen aus der Vogelperspektive: Auf den am Beckenrand grau und braun dargestellten Bereichen will der Investor Unterkünfte erreichten, zu Land und zu Wasser.
  • vonStephan Ernst
    schließen

Björn Thomas ist ein Macher. Im ostelbischen Parey schuf er ein touristisches Erlebnisdorf mit gastronomischen Einrichtungen, massiven Bungalows an Land und hölzernen Unterkünften auf dem Wasser. Jetzt will er im Tangermünder Hafen eine ähnliche Anlage bauen.

Tangermünde - Der schwimmende Teil soll dabei am Ende des Hafenbeckens – etwa 200 Meter – seinen Platz finden. Der massive, aber bewegliche Teil entsteht in Form von Wohn-Iglus. Aber auch eine umfangreiche Gastronomie und Parkmöglichkeiten für Wohnmobile gehören dazu. Nachdem das Vorhaben bereits mit Stadträten, schon existierenden Hafennutzern und angrenzenden Unternehmern abgestimmt wurde, stellte der 47 Jahre alte Unternehmer sein Projekt nun einer breiten Öffentlichkeit vor.

Mehr als 100 Interessenten fanden sich dazu am Dienstagabend im Grete-Minde-Saal ein. Bürgermeister Jürgen Pyrdok eröffnete die so „wegweisende Veranstaltung, die ein weiterer großer touristischer Aufschwung für die schönste Kleinstadt Deutschlands bedeuten kann“, wie er meinte.

Thomas, der erst sich, dann seine Vorhaben und die prognostizierten Ferienerlebnisse vorstellte, hatte noch Fachleute an seiner Seite, die ihm bereits bei der Errichtung des Erlebnisdorfes in Parey und darüber hinaus in weiteren Städten Deutschlands erfolgreich zur Seite standen. Im einzelnen waren das der Unternehmensberater Manfred Maas, früherer Staatssekretär und späterer Bankdirektor, sein Mitarbeiter Dr. Michael Schädlich und der Personal- und Ausbildungsleiter des Erlebnisdorfes in Parey, Ingo Januszewski, der auch Mitglied des städtischen Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Tourismus in Tangermünde ist.

Januszewski übernahm dann auch die detaillierte Vorstellung der rund um den Tangermünder Hafen geplanten Investition von rund drei Millionen Euro, beginnend mit der Projektübersicht, seiner Umsetzung wie der Marina, dem Caravanplatz, dem Iglu-Camp, dem neuen Hafencafe und der Zusammenarbeit mit Partnern.

Entscheidend war dabei, dass der Aufbau des Feriendomizils inklusive der Verbesserung der Infrastruktur, bis hin zum WLAN-Anschluss und barrierefreien Zugängen am Hafen und darüber hinaus, durch die Investitionsbank gefördert werden kann. „Und das sogar bis möglicherweise 95 Prozent“, wusste Maas, der auch von einer ein-maligen Chance sprach, weil „diese Förderung nur bis Ende 2023 beantragt werden kann.“ Bestandteil der Förderung soll sogar die Hafenentschlammung sein. Das und die Ausführungen von Januszewski überzeugten die Mehrheit der Anwesenden, auch den Bürgermeister.

Abschließend bot Thomas allen Vertretern der Unternehmen, die von der Investition profitieren können, etwa Verkäufer von Lebensmitteln, Fahrrädern, Elektronik, Lesestoff, ja sogar Kraftstoffen, Gespräche an. Er und seine Fachleute sagten der Stadtverwaltung auch Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln und bei der Umsetzung der im Marketingkonzept der alten Hansestadt vorgesehenen Maßnahmen zu.

Kritische Nachfragen einiger Skeptiker konnten von den Investoren entkräftet werden. (Günther Krach)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare