Auch per Smartphone-App

Tangermünde: Parken am Eulenturm künftig kostenpflichtig

Eine Parksäule steht an einer Hauswand.
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Parken per Smartphone-App: In Tangermünde ist das möglich.
  • VonGünther Krach
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„Auch ich soll mich heute möglichst kurzfassen, haben mich etliche Fußballfans gebeten“, sagte Bürgermeister Jürgen Pyrdok vor der Stadtratssitzung am Mittwoch, denn die deutsche Fußballnationalmannschaft kämpfte an dem Abend gegen Ungarn – und es gelang.

Tangermünde – Einen Geburtstagsstrauß für Christine Pfaff und zwei weitere für die neuen Landtagskandidaten Thomas Staudt und Frank Lizureck übereichte er aber trotzdem. Auch die Zeit für Dankesworte an die Helfer bei der Landtagswahl nahm er sich noch, bevor Hildegard Wynands die Sitzung in Vertretung für Dr. R. Opitz, der wie einige Stadträte Urlaub macht, eröffnen konnte.

Zentrales Thema war der neuen Parkgebührenordnung der Stadt, die mit dem neuen Bereich am Eulenturm jetzt sieben Geltungsbereiche umfasst. Geparkt werden darf nach Beschlussfassung auf gebührenpflichtigen Parkflächen mit Parkschein jetzt werktags von 9 bis 18 Uhr statt wie früher bis 19 Uhr, samstags von 9 bis 12 Uhr.

Auf dem Wohnmobilstellplatz am Tanger gilt die Gebührenpflicht 24 Stunden pro Tag. Die Höchstparkdauer ist unterschiedlich, sie reicht von 2 bis 9 Stunden in der Stadt, am Tanger bis zu 48 Stunden. Auch die Parkgebühr ist unterschiedlich, kann ab dem 23. Juni nun auch durch eine App entrichtet werden. Auf dem Wohnmobil-Stellplatz sind schon länger 12 Euro pro Tag fällig. Bei Großveranstaltungen werden Sonderparkplätze eigerichtet, deren Nutzung generell 5 Euro kostet. Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt ist die neue Gebührenordnung verbindlich.

Die Vergabe von Parkausweisen in der Stadt sahen die Stadträte verschieden. Bis auf die Fraktion der AfD, die eine Ausweitung der Parkzonen fordert, hatte der Bau- und Hauptausschuss eine Prüfung der bestehenden Regelung angeregt (wir berichteten), die inzwischen auch erfolgte. Danach ist eine Ausweitung der Parkzonen von insgesamt mehr als 1000 Metern in der Stadt laut Kommunalgesetz nicht erlaubt. Damit wurde der Antrag der AfD gegenstandslos.

Bezüglich zahlreicher Bauvorhaben informierte Bürgermeister Pyrdock den Stadtrat über die Fertigstellung des Tiefbaus in der Marktstraße, eine vierwöchige Verzögerung der Sanierung der Hünerdorfer Straße wegen Materialmangel und die Fertigstellung des neuen Hortgebäudes bis zum 9. Juli, obwohl dort noch Fußbodenbelag fehlt. „Die Rathausfassade soll bis zum 8. Juli fertig werden und im SoBiZ geht es auch nur langsam voran, weil auch dort Material fehlt“, sagte der Verwaltungschef.

Das Gerüst ist bereits abgebaut, am 9. Juli sollen die Arbeiten am Hortgebäude beendet sein.

Der Bau des Radweges in der Heerener Straße wird vorbereitet, ebenso die die Beschaffung der Fördermittel für den Hafenausbau. „Das Freibad braucht noch immer eine Kassiererin und auf der Skaterbahn gab es bereits zwei leichte Unfälle“, schloss er.

Vorbeidonnernde Baufahrzeuge und immer wieder falsch parkende Pkw nerven die Anwohner in der Meyerstraße.

Am Ende der Sitzung beschwerte sich Stadträtin Reinhild Häusler noch über zu viel Unkraut in der Stadt und Rico Planeck aus der Meyerstraße kritisierte die starke Verunreinigung und Belastung der Straße durch Baufahrzeuge in Richtung Baustelle „Meyersche Höfe“, die durch unsachgemäßes Parken der Pkw noch verkompliziert wird.

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